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Politik
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19. Januar 2016

Polizei : Mathies wird Polizeichef in Köln

Jürgen Mathies ist seit 1977 Polizist. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Jürgen Mathies ist der Nachfolger des nach mehreren Pannen in den Ruhestand versetzten Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers. Mathies gilt als erfahrener Polizist und Behördenleiter.

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Köln/Düsseldorf –  

Der bisherige Leiter des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste, Jürgen Mathies, wird neuer Polizeipräsident von Köln. Entsprechende Medienberichten wurden am Dienstag aus Polizeikreisen bestätigt. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) will den Nachfolger des in den Ruhestand versetzten Wolfgang Albers am Nachmittag in Köln vorstellen.

Jäger hatte Albers nach den sexuellen Übergriffen und Raubdelikten an Silvester in Köln in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger Mathies gilt als erfahrener Polizist und Behördenleiter. Er trat 1977 in den Polizeidienst des Landes NRW ein, wie der Internetseite des Landesamtes zu entnehmen ist. Nach seiner Ausbildung versah er zunächst Wachdienst beim Polizeipräsidium Köln.

Nach dem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und der Ausbildung zum höheren Dienst mit Studium an der Polizei-Führungsakademie in Münster nahm Mathies mehrere Führungsfunktionen in den Kreispolizeibehörden Siegburg und Köln wahr. In der Folgezeit wechselte er ins Düsseldorfer Innenministerium.

GdP ist zufrieden

Von 2001 bis 2006 war Mathies als Vorsitzender einer bundesweiten Projektgruppe für die Erarbeitung des Polizeikonzepts bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland verantwortlich. 2007 übernahm er die Leitung des Duisburger Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßte die Berufung von Mathies zum Chef der Kölner Polizeibehörde, die mit mehr als 5000 Beschäftigten die größte in NRW ist. Mathies sei ein "erfahrener Polizeipraktiker", der nicht nur zuletzt eine Großbehörde der Polizei erfolgreich geführt, sondern auch das Sicherheitskonzept für die Fußball-WM 2006 "maßgeblich miterarbeitet" habe, erklärte der GdP-Landesvorsitzende Arnold Plickert in Düsseldorf.

"Mit ihm wird ein Polizist an die Spitze der größten Polizeibehörde in NRW gestellt, der in der Lage ist, das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei wieder herzustellen", fügte Plickert hinzu. Die GdP bewertete es zudem als positiv, dass Jäger die Kölner Personalentscheidung zügig getroffen habe. "Damit ist der Weg frei, dass sich die Kölner Polizei wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentriert", erklärte Plickert. (afp)


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