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01. Oktober 2012

Pressestimmen zu Steinbrück: "Steinbrück hat null Chancen"

 Von 
"Herausforderer auf Augenhöhe": Peer Steinbrück mit Angela Merkel.  Foto: dpa

Gefährlich für Angela Merkel oder chancenlos? Zur Kanzler-Kandidatur von Peer Steinbrück gehen die Meinungen in der Presse weit auseinander. Und auch als gewöhnlicher Mensch polarisiert Steinbrück.

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"Tragischer Held", "Zyniker", "Mann mit Humor", "Merkels Risiko", "Schröders Erbe" - die deutschen Meinungsmacher wurden am Wochenende nicht müde, dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück ein Etikett zu verpassen.

Seine Chancen im Wahlkampf schätzen sie völlig unterschiedlich ein. So schreibt die Wochenzeitung "Die Zeit ": „Von den drei möglichen Kandidaten hat Peer Steinbrück sicher die besten Chancen gegen die Amtsinhaberin: Er ist nicht nur der populärste, sondern er bringt auch Finanz- und Wirtschaftskompetenz mit - was in Krisenzeiten von Nutzen ist - und hat sich als Bundesminister, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen sowie Buchautor einen Namen gemacht.".

Und auch die "Badische Zeitung" sieht in Steinbrücks Finanzkompetenz einen Vorteil im Kampf gegen Kanzlerin Merkel: "Unter den drei sozialdemokratischen Gladiatoren ist Peer Steinbrück der einzige, der die Kanzlerschaft Angela Merkels 2013 ernsthaft in Gefahr bringen kann. Wenn er, an dessen finanzpolitischer Kompetenz auch der Gegner nicht zweifelt, Merkel Unehrlichkeit in der Europolitik vorwirft, kann die Kanzlerin das auf Dauer nicht mit dem Hinweis auf die Alternativlosigkeit ihrer Politik ignorieren."

"Herausforderer auf Augenhöhe"

Mit Steinbrück bekomme Merkel einen "Herausforderer auf Augenhöhe" präsentiert, fasst die Ostsee-Zeitung zusammen, was viele denken. Doch solch hohe Erwartungen hegen längst nicht alle. Aus Sicht der "Presse" aus Wien unterscheidet sich Steinbrück in seinen Positionen zu wenig von der Kanzlerin. Ihr Resümee: "null Chancen" für Steinbrück.

Ebenso kontrovers wird das Auftreten Steinbrücks bewertet. "Wer die steigende Politikverdrossenheit beklagt, (...) muss den Klartext-Mann Steinbrück schätzen", schreibt die Rheinische Post, während der "Neue Tag" aus Weiden warnt: "ein lockeres Mundwerk kann zum Fluch werden, wie Mitt Romney gerade erlebt". Und der "Mannheimer Morgen" analysiert: "Dass Steinbrück ein Menschenfischer ist, gar Herzlichkeit ausstrahlt, kann man nicht unbedingt behaupten.“

Nur in einem sind sich die meisten Kommentatoren aus dem In- und Ausland einig: "Dieser Wahlkampf wird spannend" (Bild-Zeitung).

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