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08. Januar 2016

Reaktionen auf Silvester in Köln: Mehrheit will Grenzkontrollen

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Videoüberwachung und verdachtsunabhängige Personenkontrollen: CDU und SPD haben jede Menge Ideen, wie sie Übergriffe auf Frauen im öffentlichen Raum künftig verhindern wollen.  Foto: dpa

Viele Deutsche wollen wieder Grenzkontrollen, außerdem mehr Videoüberwachung und eine Obergrenze bei Flüchtlingen. Das ergab eine Umfrage des ARD-Deutschlandtrends unter 1004 Teilnehmenden.

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Nach den gewalttätigen Übergriffen am Silvesterabend in Köln und anderen Städten wollen die Deutschen ihr Verhalten teilweise ändern. 30 Prozent wollen größere Menschenansammlungen meiden: Frauen 37 Prozent, Männer 21 Prozent. Das hat eine Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend ergeben.

Eine Ausweitung der Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen als Reaktion auf die Ereignisse befürworten 82 Prozent der Befragten, 17 Prozent lehnen das ab. Eine systematische Kontrolle der Grenzen innerhalb der EU, wie es jetzt Schweden vorübergehend für sich angeordnet hat, hält eine Mehrheit von 57 Prozent der Befragten für richtig (12 Prozentpunkte mehr als im September 2015). 41 Prozent ist dagegen. 51 Prozent halten es außerdem für nötig, Flüchtlingen ohne gültige Ausweispapiere die Einreise zu verweigern, 44 Prozent sind dagegen. Drei Viertel aller Befragten sind dafür, ein Gesetz einzuführen, das Zuwanderer auf deutsche Grundwerte verpflichtet.

Ein Umgang mit den Ereignissen in Köln: Ein Angehöriger eines deutsch-tunesischen Vereins verteilt vor dem Hauptbahnhof in Köln Blumen an Passantinnen.  Foto: dpa

Ihrer Polizei vertrauen die Deutschen immer noch, auch nach den Pannen und dem Versagen Silvester in Köln: 77 Prozent der Befragten haben großes oder sogar sehr großes Vertrauen in die Polizei.

In der Flüchtlingspolitik fordert die CSU seit Monaten eine feste nationale Obergrenze für die Aufnahme von Migranten. Eine Mehrheit von 61 Prozent befürwortet eine Obergrenze, das sind elf Punkte weniger als bei der Umfrage im Dezember. 36 Prozent der Befragten lehnen eine solche Maßnahme ab. 68 Prozent der Menschen fürchten, dass es in nächster Zeit terroristische Anschläge in Deutschland geben wird; das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vormonat. 29 Prozent fürchten es nicht. 70 Prozent befürworten deshalb eine grundsätzliche Verschärfung von Überwachungsmaßnahmen. 87 Prozent der Befragten gaben an, Personen, die im Ausland für eine Terrormiliz gekämpft haben und die noch eine andere Staatsbürgerschaft besitzen, sollte die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen werden.

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