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Politik
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01. Februar 2016

Rechter Extremismus: „AfD ist rechtsradikale Partei geworden“

Will mit Waffen gegen Flüchtlinge vorgehen: Frauke Petry  Foto: dpa

Der Berliner Extremismusforscher Hajo Funke sieht in der AfD mittlerweile eine rechtsradikale Partei. Auch hätten die etablierten Parteien zu lange die AfD verharmlost.

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Die «Alternative für Deutschland» (AfD) hat nach Ansicht des Berliner Extremismusforscher Hajo Funke einen Rechtsruck gemacht und sich zu einer rechtsradikalen Partei entwickelt. «Wir erleben eine bedrohliche Gewaltwelle. Wenn dieser Entwicklung nicht entschieden begegnet wird, wird es gefährlich für die Republik», sagte Funke der Oldenburger «Nordwest-Zeitung» (Montagsausgabe).

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hatte am Wochenende mit der Forderung, gegen Flüchtlinge an der Grenze notfalls Schusswaffen einzusetzen, einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. AfD-Vize-Chefin Beatrix von Storch bejahte auf Facebook auch einen Waffeneinsatz gegen Frauen und Kinder, schränkte dies jedoch später auf Frauen ein.

Funke sprach von einer bewussten Provokation. Petry mache Stimmung gegen Flüchtlinge, um innerparteilich gegen Scharfmacher zu punkten. «Wir erleben hier eine unverantwortliche Eskalation,» sagte er. Die Parteivorstände seien in der Hand des radikalen Flügels, der in der Pegida-Bewegung einen natürlichen Verbündeten sehe. «Und damit mit jenen, die gegen Flüchtlinge mobil machen und auch vor Gewalt nicht zurückschrecken,» erklärte der Forscher.

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Die etablierten Parteien hätten die AfD anfangs verharmlost. Das habe sich mittlerweile geändert, sagte Funke. Für ihn sei es noch nicht ausgemacht, dass die Partei in den Bundestag komme. «Es hängt davon ab, wie die Flüchtlingskrise bewältigt wird,» sagte er. Am Wochenende sahen Wahlforscher allerdings die Partei bei zwölf Prozent. (epd)

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