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21. März 2016

Rentenerhöhung: Rekordplus für die Rentner

 Von 
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat gut Lachen. Sie darf vor Medienvertretern den Anstieg der Rente bekannt geben.  Foto: dpa

Aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt winkt 21 Millionen Ruheständlern die kräftigste Rentenerhöhung seit mehr als zwei Jahrzehnten. Doch die Opposition warnt: Die Bundesregierung versäume es, für schlechtere Zeiten vorzusorgen.

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Nun ist es amtlich: Den 21 Millionen Ruheständlern in Deutschland winkt zum 1. Juli die kräftigste Rentenerhöhung seit mehr als zwei Jahrzehnten. Aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt werden die Altersbezüge im Westen der Republik um 4,25 Prozent und im Osten um 5,95 Prozent steigen. „Die umlagefinanzierte Rente bewährt sich“, sagte Sozialministerin Andrea Nahles (SPD): „Das ist eine gute Nachricht, gerade in Zeiten niedriger Zinsen.“

Nahles: Größte Rentenerhöhung seit 23 Jahren

Die kräftige Anhebung der gesetzlichen Alterszuwendungen hatte sich bereits im Herbst abgezeichnet. Nun fällt das Plus im Osten noch stärker aus als damals erwartet. Unions-Rentenexperte Peter Weiß (CDU) wies darauf hin, dass der Rentenwert Ost von 92,6 auf 94,1 Prozent des Westwerts steigt. Dies erleichtere die geplante Schaffung eines gemeinsamen deutschen Rentenrechts.

Positiv kommentierte auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) die Rentenerhöhung. Trotz eines sinkenden Rentenniveaus werde die Kaufkraft der Renten sogar weiter steigen, sagte BDA-Geschäftsführer Alexander Gunkel: „Die Sorgen vor Altersarmut aufgrund angeblich sinkender Renten entbehren damit einer realen Grundlage.“

Deutlich skeptischer äußerten sich Vertreter der Opposition. Zwar sei die Lage der Rentenkassen derzeit positiv, sagte der Rentenexperte der Grünen, Markus Kurth. Doch die Bundesregierung versäume es, für schlechtere Zeiten vorzusorgen, indem sie versicherungsfremde Leistungen wie die Mütterrente sachgerecht aus Steuermitteln finanziere.

 Foto: dpa-infografik

Der Rentenexperte der Linken, Matthias W. Birkwald, betonte, dass das Rekordplus 2016 eine Ausnahme bleiben werde: „Wegen der Kürzungsfaktoren wird der Anteil derjenigen, die in Altersarmut leben müssen, Jahr für Jahr steigen“, warnte er.

Tatsächlich erwartet auch die Bundesregierung, dass der satte Zuschlag für die Rentner eine Ausnahme bleiben wird. Der Rentenversicherungsbericht unterstellt für die nächsten Jahre Steigerungen um zwei bis drei Prozent. Ab dem Jahr 2021 werden die derzeitigen Milliardenrücklagen der gesetzlichen Alterskassen aufgebraucht sein und die Beiträge steigen müssen. Dann sinkt auch das Rentenniveau deutlich ab.

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