Aktuell: Ukraine | Rosetta-Mission | Fernbus-Markt | Fußball-News | Eintracht Frankfurt | Polizeimeldungen Frankfurt/Rhein-Main

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

01. Oktober 2012

SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrück verzichtet künftig auf Honorare

 Von Bettina Vestring
Olaf Scholz (l-r), Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel und Andrea Nahles bei der Sondersitzung des Parteivorstandes der SPD. Foto: dpa

Peer Steinbrück gehörte bisher zu den Großverdienern im Bundestag. Nun aber, da die SPD ihn als Kanzlerkandidaten nominiert hat, will er auf Redehonorare verzichten. An einem ganz besonderen Aufsichtsratsmandat will Steinbrück aber festhalten.

Drucken per Mail
Berlin –  

Nach seiner Nominierung zum SPD-Kanzlerkandidaten will Peer Steinbrück auf Redehonorare verzichten. Steinbrück, der bislang zu den Abgeordneten mit den höchsten Nebeneinkünften im Deutschen Bundestag gehörte, erklärte, er werde keine honorarpflichtigen Vorträge mehr halten. Zugleich versicherte der SPD-Politiker, er habe alle erhaltenen Gelder stets höchst penibel versteuert und nach den Regeln des Bundestags veröffentlicht.

Steinbrück, der zuvor einstimmig vom SPD-Vorstand zum Kanzlerkandidaten gewählt worden war, will auch sein Aufsichtsratsmandat beim Industriekonzern Thyssen-Krupp niederlegen, um mögliche Interessenskonflikte zu vermeiden. Sein Mandat im Aufsichtsrat des Fußballvereins Borussia Dortmund werde er aber behalten, auch wenn ihm die Farben des Vereins (Schwarz-Gelb) nicht sonderlich zusagten.

Profitable Einnahmen

Nach den Angaben von Steinbrücks Bundestags-Webseite hat der frühere Finanzminister durch Vorträge seit 2009 weit über eine halbe Million Euro eingenommen. Er selbst wies darauf hin, dass er neben den vergüteten Reden bei Unternehmen, Banken und Versicherungen noch weit mehr unbezahlte Vorträge bei Vereinen oder an Universitäten gehalten habe.

Zum Auftakt seiner Kandidatur kündigte Steinbrück einen harten Kurs gegen die Regierungspolitik von Kanzlerin Angela Merkel an. Das jetzige Kabinett sei eines des schlechtesten, wenn nicht das Schlechteste seit Gründung der Bundesrepublik, erklärte Steinbrück. Er will das Thema Gerechtigkeit in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes stellen.

Korrektur: Steinbrück ist nicht Aufsichtsrat bei Borussia Mönchengladbach, wie in einer früheren Textfassung stand, sondern beim BVB.

Zur Homepage
comments powered by Disqus
Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Umfrage

Die FR möchte auch nach wissenschaftlichen Maßstäben das Gerechtigkeitsempfinden erforschen. Dabei setzen wir auf Sie, liebe Leserinnen und Leser - und Ihre Beteiligung an einer wissenschaftliche Studie der Universität Köln.

FR-Schwerpunkt

Was ist gerecht?

Was ist gerecht?

WIRKLICH? Wie ungleich darf eine Gesellschaft sein – und was ist eigentlich Gerechtigkeit? Der große Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau.

FR-Online: Ergänzende Informationen und ausgewählte Texte zum Thema im Online-Dossier.

iPad-App: Alle großen Stücke des Schwerpunkts - interaktiv in preisgekrönter Aufbereitung. Informationen und Bestellformular.

Zeitung: Sämtliche Analyen und Interviews im Vorteils-Abonnement - keine Folge verpassen und dabei noch anderen helfen. Das ist gerecht. Bestellformular.

Wie würden Sie Deutschland gerechter machen? Gibt es eine Ungerechtigkeit, der die Frankfurter Rundschau unbedingt nachgehen sollte? Reden Sie mit - auf unserer interaktiven Webseite.

STUDIE! Die FR möchte auch nach wissenschaftlichen Maßstäben das Gerechtigkeitsempfinden erforschen. Nehmen Sie teil an unserer Umfrage!

Videonachrichten Politik
Meinung