Sonja Hegasy, Vizedirektorin des Zentrums Moderner Orient in Berlin.
Foto: Privat
Sonja Hegasy, Vizedirektorin des Zentrums Moderner Orient in Berlin.
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Frustration befeuert die Gewaltausbrüche in Ägypten, sagt Sonja Hegasy, Vizedirektorin des Zentrums Moderner Orient im Interview.
Frau Hegasy, inwiefern ist die Gewalt in Port Said symptomatisch für die ägyptische Gesellschaft nach der Revolution?
Die Stimmung in Ägypten ist aggressiver geworden. Allenthalben kommt es zu Gewaltausbrüchen, auch ohne konkreten Anlass. Unter Mubarak war die Kriminalitätsrate im Land deutlich niedriger als jetzt. Die Bevölkerung fühlt sich allein gelassen und verlangt vom Staat, sich stärker um die Sicherheit im Land zu kümmern.
Die Revolution wurde von Jugendlichen getragen. Warum ist ihre Stimmung umgeschlagen?
Hier bricht sich lang angestaute Frustration ihre Bahn. Unter Husni Mubarak wurde versucht, öffentliche Versammlungen zu unterbinden. Selbst Popkonzerte konnten selten stattfinden. Nun haben die Jugendlichen die Möglichkeiten, ihre Wut auf die Straße zu bringen. Wut herrscht vor allem über den Staat, den Militärrat und die schwierige wirtschaftliche Lage. Insgesamt hat sich viel weniger verändert, als die Menschen erhofft haben.
Über 70 Tote im Fußballstadion
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Über 70 Tote im Fußballstadion
Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Fotostrecken Politik
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Linkspartei in der Krise
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Ist die Jugend durch die Revolution stärker politisiert worden?
Seit der Revolution hat ein Großteil der Jugend ein politisches Bewusstsein entwickelt, nur die wenigsten aber sind auch politisch aktiv. Diejenigen, die die Revolution vorangetrieben haben, gehören jetzt zu den Verlierern. Die sogenannte Facebook-Generation, das liberale Milieu, ist im neuen Parlament kaum vertreten. Sie haben es nach der Revolution nicht geschafft, das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen. Die prekäre wirtschaftliche Lage ist für viele Ägypter derzeit das Hauptproblem. Die Rezepte der Liberalen überzeugten hier Wenige. Aber nicht nur die Wähler islamistischer Parteien sind mit den Entwicklungen unzufrieden. Auch die Jugendorganisation der Muslimbrüder stellt sich gegen den Kurs der Altvorderen.
Ägypten sucht Schuldige nach tödlichen Krawallen
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Ägypten sucht Schuldige nach tödlichen Krawallen
Dutzende Menschen kamen bei Krawallen in Port Said ums Leben. Foto: Stringer
Die Sicherheitskräfte konnten die Randalierer nicht aufhalten. Foto: Stringer
Die Randalierer stürmen zum Spielereingang. Foto: Stringer
Fans stürmten auf das Spielfeld und attackierten Spieler und Funktionäre der gegnerischen Mannschaft. Foto: Stringer
Die Spieler von Al-Ahli flüchteten in die Kabine. Foto: Stringer
Al-Ahli-Trainer Manuel José (r) gibt der Polizei die Schuld am Drama von Port Said. Foto: Stringer
Eine Fußballspiel in Kairo wurde aufgrund dessen abgebrochen - Fans legten Feuer. Foto: Ahmed Khaled
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Linkspartei in der Krise
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Welche Zukunft sehen junge Ägypter für sich im Land?
Einige, die es sich leisten können, verlassen das Land. Andere hingegen bleiben, weil sie davon ausgehen, dass sich die Lage in den kommenden Jahren beruhigen wird. In den Prozess wollen sie aktiv eingreifen. Der Großteil aber hat nicht die finanziellen Möglichkeiten, ins Ausland überzusiedeln. Sie müssen die Übergangszeit wohl oder übel ertragen.
Das Gespräch führte Markus Awater.