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Syrien: Obama bezeichnet Assad als Mörder

Nach einem Blutbad im syrischen Homs fordert Obama, der syrische Diktator Assad müsse die Verbrechen an seinem eigenen Volk beenden und sofort zurücktreten. In Berlin und Kairo stürmen Protestierer die syrischen Botschaften.

Syrische Rebellen demonstrieren gegen ihre Regierung.
Syrische Rebellen demonstrieren gegen ihre Regierung.
Foto: dapd
Beirut –  

Nach dem Angriff mit offenbar mehr als 250 Toten auf die syrische Protesthochburg Homs hat US-Präsident Barack Obama dem syrischen Präsidenten die Ermordung von Zivilisten vorgeworfen.

Assad müsse die „Kampagne des Tötens und von Verbrechen an seinem eigenen Volk“ sofort beenden und zurücktreten, forderte Obama am Samstag.

Es sei nun Sache des UN-Sicherheitsrats, sich gegen die „andauernde Brutalität“ des Assad-Regimes zu stellen, betonte der US-Präsident. Der Sicherheitsrat müsse beweisen, dass er ein „glaubwürdiger Anwalt“ der in der UN-Charta verankerten universellen Menschenrechte sei. Der UN-Sicherheitsrat trat unterdessen in New York zu weiteren Beratungen über eine Resolution zur Krise in Syrien zusammen.

Russland verhindert Sanktionen

Dieser setzt heute seine Verhandlungen über eine Resolution zum Konflikt in Syrien fort. Dabei solle eine Abstimmung über eine Resolution vorbereitet werden, die wegen der russischen Vetodrohung bisher vermieden worden sei, verlautete am Freitag aus Diplomatenkreisen in New York.

Zuvor hatte US-Außenministerin Hillary Clinton mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow telefoniert, um den Moskauer Widerstand gegen eine Resolution zu überwinden. Die USA und ihre Verbündeten haben eine militärische Intervention in Syrien ausgeschlossen, unterstützen aber einen Plan der Arabischen Liga, der Assad auffordert, die Macht an seinen Stellvertreter zu übergeben.

Oppositionelle stürmen syrische Botschaften

Die Vetomacht Russland hatte am Freitag auch einen neuen Resolutionsentwurf aus Marokko abgelehnt. Der Text sei nicht akzeptabel, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur RIA Nowosti den stellvertretenden russischen Außenminister Gennadi Gatilow.

Wie "süddeutsche.de" berichtet, stürmten Oppositionelle in Berlin, Kairo und Athen die syrische Botschaft. In Kairo demolierten die Protestierer den Eingang des Botschaftsgebäudes und zerstörten Möbel und Computer.

(dapd, afp)

Datum:  4 | 2 | 2012
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