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01. Januar 2016

Terror-Drohung: Behörden geben Entwarnung für München

 Von  und 
Polizisten stehen am Silvesterabend vor dem Hauptbahnhof in München.  Foto: dpa

Hinweise auf geplante Terroranschläge in der bayerischen Landeshauptstadt führen in der Silvesternacht zu einem Großeinsatz der Sicherheitskräfte. Jetzt geben die Behörden für München Entwarnung.

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In München haben die Behörden wieder Entwarnung gegeben. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte, Hinweise auf einen Anschlag in der Silvesternacht in der bayerischen Landeshauptstadt hätten sich nicht bewahrheitet.

Die Sicherheitslage stelle sich wieder wie in den vergangenen Wochen nach den Terroranschlägen von Paris dar. Rund 100 zusätzliche Polizisten seien aber weiterhin in der Münchner Innenstadt und am Bahnhof präsent. „Die Sicherheitsbehörden sind wachsam“, sagte Herrmann.

Von einem Fehlalarm wollte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä nicht sprechen. „Die Hinweise waren so konkret, dass wir nicht auf eine Entwarnung und Relativierung warten konnten. Das wäre nicht zu verantworten gewesen“, sagte Andrä in einer Pressekonferenz in München. Joachim Herrmann hatte zuvor erklärt, die Einschätzung der Gefährdung sei vergleichbar gewesen mit der in Hannover, wo im November das Fußball-Länderspiel Deutschland-Niederlande abgesagt worden war.

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) sagte am Neujahrstag in Berlin: „Die Lage in Europa und auch in Deutschland bleibt im neuen Jahr ernst. Die Sicherheitsbehörden gehen weiterhin von einer hohen Gefährdung durch den internationalen Terrorismus aus.“ Es könne aufgrund der Aktivitäten des IS immer wieder zu konkreten Warnungen vor möglichen Anschlägen kommen, erklärte der bayerische Innenminister Herrmann.

„Wir müssen uns auf eine längere Auseinandersetzung mit IS einstellen. Insofern müssen wir leider davon ausgehen, dass das nicht das letzte Mal war.“ Herrmann rechne jedoch nicht damit, dass deswegen das öffentliche Leben in Bayern zum Erliegen komme.

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Die Münchner Sicherheitsbehörden hatten gegen 19.40 Uhr am Silvesterabend Hinweise bekommen, dass gegen Mitternacht ein Anschlag am Münchner Hauptbahnhof oder am Bahnhof München-Pasing geplant sei. Die Hinweise sollen von zwei ausländischen Geheimdiensten stammen. 550 Einsatzkräfte aus ganz Bayern wurden mobilisiert, der Bahnhof evakuiert, und die Menschen gebeten, große Menschenansammlungen zu meiden. Die Polizei will Hinweise auf fünf bis sieben Tätern bekommen haben. „Bei der Hälfte dieser Personen haben wir Personalien übermittelt bekommen“, sagte Münchens Polizeipräsident Andrä.

Es soll sich um Syrer und Iraker handeln. Ob diese Personen tatsächlich existieren, konnte der Polizeipräsident am Freitagmittag allerdings noch nicht sagen. Zwei Trittbrettfahrer sollen am Silvesterabend mit weiteren Anschlägen gedroht haben. „Die müssen sich warm anziehen. Das werden wir uns nicht gefallen lassen. Dagegen werden wir mit allen polizeilichen Maßnahmen angehen“, sagte Andrä.


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Die Münchner Polizei hatte in der Silvesternacht die Bewohner der Stadt und Touristen auch über Facebook und Twitter vor einem möglichen Anschlag gewarnt. Insgesamt reagierten die Mernschen gelassen auf die Nachrichten der Polizei und die Einschränkungen im Nahverkehr und im Fernverkehr der Deutschen Bahn.

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