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01. Januar 2016

Terror-Drohung in München: Polizei warnt per Twitter

 Von 
Die Münchner Polizei hat über Twitter informiert.  Foto: dpa

Schnell und vielsprachig hält die Münchner Polizei nach der Terrorwarnung in der Silvesternacht die Menschen via Twitter auf dem Laufenden. Dafür erntet sie viel Lob und Dank in den sozialen Netzwerken.

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Auf Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Polnisch und Türkisch hat die Münchner Polizei in der Silvesternacht die Bürger über den Kurznachrichtendienst Twitter über die Terrorgefahr informiert. Um 22.40 Uhr setzte die Münchner Polizei ein Tweet ab, um die Bevölkerung zu warnen:

„Aktuelle Hinweise, dass in München ein Terroranschlag geplant ist. Bitte meidet Menschenansammlungen und die Bahnhöfe Hauptbahnhof + Pasing“, twitterte sie. Der Tweet wurde rund 4000 Mal weiterverbreitet. Ab diesem Zeitpunkt sendete das Social-Media-Team rund 30 Tweets. Das Interessante daran: Alle wichtigen Tweets wurden gleich in mehreren Sprachen gesendet. Genau wie Berlin oder Hamburg befinden sich an Silvestern viele Touristen in der Stadt, so dass durch die Mehrsprachigkeit der Nachrichten mehr Menschen erreicht werden konnten.

„Die Bürger haben das sehr gut und interessiert angenommen. Das haben wir auch daran gesehen, dass wir in diesen wenigen Stunden bei Facebook und Twitter rund 50 Prozent mehr Follower hinzugewonnen haben“, sagte der Münchner Polizeisprecher Thomas Baumann am Freitagmittag. Inzwischen folgen dem Twitteraccount rund 37 000 Follower, begonnen haben sie zum Oktoberfest 2014. Der Berliner Polizei folgen seit März 2014 etwa 66 000 Follower und der Frankfurter Polizei seit 2013 rund 39 000.

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Doch die Polizei twitterte nicht nur eigene Servicetweets, sondern beantwortet auch Fragen. Ob der Flughafen auch gesperrt sein, fragte eine Nutzerin. Ein anderer wollte wissen, wie lange der Bahnhof geschlossen bleibe. Auch am Neujahrstag ging es weiter: „Wir sind mit unserer dreijährigen Tochter nach München unterwegs um Verwandte zu besuchen und verunsichert – was tun und was nicht?“, schreibt eine Frau. „Zur Zeit besteht für München keine konkrete Terrorgefahr“, antwortete die Polizei zügig. Für diesen Service gab es viel Lob und Dank in den Netzwerken.

Twitter wird bei der Polizei immer beliebter. Jede größere Stadt hat inzwischen einen eigenen Polizei-Account, zeigt Transparenz und twittert Informationen zu ihren Einsätzen. Relevante Tweets verbreiten sich in rasender Geschwindigkeit, viel schneller als Informationen über das Radio oder das Fernsehen gesendet werden können. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite. Die Brüsseler Polizei rief im November die Bevölkerung dazu auf, keine Tweets von Einsätzen zu verbreiten, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

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