Satellit hin, Satellit her: Die Datenströme dieser Welt laufen nach wie vor durchs gute alte Tiefseekabel. Allein die Glasfaserkabel, die auf den Meeresböden liegen, summieren sich auf eine Gesamtlänge von rund 850 000 Kilometer.
95 Prozent des grenzüberschreitenden Datenverkehrs werden über die Verbindungen unter der Wasseroberfläche abgewickelt. Die Entscheidung fürs Kabel und gegen den Satellit hat drei Gründe: Der Kabelweg ist billiger, weniger störanfällig und kann weit größere Datenmengen bewältigen.
Google hat die Verlegung des 9600 Kilometer Unity-Kabels mitfinanziert, das seit April Japan mit der Westküste der USA verbindet. Es hat 230 Millionen Euro gekostet und kann 4,8 Terabits (oder umgerechnet den Inhalt von 8000 CDs) pro Sekunde transportieren. Angeblich nutzt Google 20 Prozent der Datenkapazität des Kabels.
70 Prozent der Schäden an Tiefseekabeln werden von Fischernetzen und Ankern verursacht.
Das erste transatlantische Kabel wurde 1858 zwischen Irland und Neufundland verlegt und diente der Telegrafie. ah
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