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18. Juli 2014

Ukraine Absturz MH17: USA verzichten auf Schuldzuweisung

 Von 
Helfer suchen am Unglücksort nach Leichen.  Foto: AFP

Washington dringt auf eine internationale Untersuchung des Absturzes von Flug MH17 über der Ukraine. Der Verdacht lastet auf den prorussischen Separatisten.

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WASHINGTON –  

Die US-Regierung geht offenbar davon aus, dass pro-russische Separatisten das Passagierflugzeug über dem Osten der Ukraine abgeschossen haben. Das meldete der US-Sender CNN am Freitagmorgen Ortszeit unter Berufung auf einen vorläufigen Geheimdienstbericht. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass der Abschuss der Boden-Luft-Rakete von ukrainischem Territorium aus erfolgt sei, heiße es darin. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Schon in der Nacht zu Freitag hatten US-Medien übereinstimmend berichtet, dass die Boeing-Maschine von einer Rakete getroffen worden sei. Hinweise darauf habe die Auswertung der Aufnahmen eines militärischen Aufklärungssatelliten geliefert, der seit Monaten die Ukraine überwache. Der Abschuss-These schloss sich auch US-Vizepräsident Joe Biden am Donnerstagabend Ortszeit an. Während eines Auftritts in Detroit sagte Biden, das Flugzeug sei offenbar abgeschossen worden: „Abgeschossen, kein Unfall. Vom Himmel geholt.“ Angaben darüber, wer die Rakete abfeuerte, machte Biden nicht.

Fundstücke an der Unfallstelle: Diese Gegenstände gehörten den Passagieren an Bord von Flug MH17.  Foto: AFP

Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton sagte dagegen im Fernsehsender PBS: „Es scheint eine wachsende Erkenntnis zu geben, dass das russische Widerständler waren.“ Ein hoher Beamter des US-Verteidigungsministeriums wurde von der Zeitung „New York Times“ mit dem Satz zitiert: „Alles, was wir haben, und das ist nicht viel, deutet auf die Separatisten hin.“ Die US-Regierung, die auf eine internationale Untersuchung des Abschusses drängt, vermied es bislang, direkt Moskau zu beschuldigen. Allerdings sagte Präsidentensprecher Josh Earnest, der Vorfall sei im Kontext einer Krise entstanden, die Russland durch seine Unterstützung für die Separatisten befeuert habe.

Der republikanische Senator John McCain sagte, sollten die Separatisten oder Russland verantwortlich sein, „dann wird sie das teuer zu stehen kommen“. McCain fordert seit Monaten, die Ukraine mit Waffen zu unterstützen. US-Präsident Barack Obama lehnt das bislang kategorisch ab.

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