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18. Juli 2014

Ukraine Absturz MH17: Wie jetzt ermittelt wird

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In vier Wochen wird die Untersuchungskommission einen ersten Bericht vorlegen.  Foto: REUTERS

Die Organisation der Untersuchungskommission ist in internationalen Luftfahrtabkommen geregelt. Erste Erkenntnisse liegen in vier Wochen vor, doch die Ermittlungen können sich über Jahre hinziehen.

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Brüssel –  

Erst haben Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Ratschef Herman Van Rompuy den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl ausgedrückt, dann forderten sie eine unverzügliche Aufklärung des Absturzes der Maschine MH 17. Die Organisation der Untersuchungskommission ist in internationalen Luftfahrtabkommen geregelt. Das Land, in dem ein Flugzeug abstürzt, leitet die Ermittlungen.

Auch die Länder der Hersteller wichtiger Flugzeugteile werden an den Ermittlungen beteiligt. Im Fall der 777 des US-Herstellers Boeing also die amerikanische Transportbehörde NTSB sowie britische Ermittler mit Blick auf die Triebwerke des britischen Fabrikanten Rolls-Royce.

Da das Flugzeug in Amsterdam startete, sind niederländische Behörden ebenso an den Untersuchungen beteiligt wie Malaysia, die Heimat der Fluglinie Malaysian Airways. Malaysia wird die Bergungsarbeiten in der Ostukraine mit 62 Helfern unterstützen. Die ukrainische Regierung habe zugesichert, dass die Helfer seines Landes sicher zu der Absturzstelle gelangen könnten, teilte der malaysische Transportminister Liow Tiong Lai am Freitag mit.

Nach internationalem Recht können Experten anderer Länder zu den Studien herangezogen werden; eine Einladung an Russland ist bislang nicht erfolgt. Die Ermittlungen ziehen sich in der Regel über Jahre hin; ein erster Zwischenbericht erfolgt nach vier Wochen, ein zweiter ein Jahr nach dem Absturz.

Bis Freitagnachmittag war der Verbleib der Blackbox von MH 17 weiter ungeklärt. Die Auswertung des Datenrekorders (FDA) und des Stimmrekorders (VCR) können jedoch nach Angaben von Experten ebenfalls klären, ob die Maschine noch in der Luft explodiert sei. Die Blackbox wird in der Regel vom Hersteller ausgewertet, in diesem Fall würde das also in den USA geschehen.

Die Ukraine ist Mitglied von Eurocontrol, das den Luftverkehr in Europa zwischen den 40 Mitgliedsstaaten koordiniert. Die Einrichtung einer möglichen Flugverbotszone liegt bei den nationalen Behörden.

Die Ukraine hatte am 1. Juli die Überflughöhe für den Osten des Landes auf 7 950 Meter hochgesetzt, am 14. Juli wurde die Höhe nochmals auf 9 750 Meter hochgesetzt.


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Viele flogen über Ukraine

Trotz der Kämpfe am Boden hielten die Luftfahrtgesellschaften für drei Viertel der Flüge an der Route über die Ukraine fest. Der Luftraum über dem Osten der Ukraine wird täglich von rund 350 Maschinen durchquert. Am Tag des Absturzes von MH 17 zählten die Behörden rund 150 Überflüge.

Zum Zeitpunkt des Absturzes war Flug MH 17 auf dem Radar der Eurocontrol-Station bei der ukrainischen Stadt Dnjepropetrowsk. Dass die Piloten vor dem Unfall die Flughöhe senkten, werteten Experten als normales Flugmanöver.

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