Peking. China hat das Ausland aufgefordert, von Einladungen an den Dalai Lama abzusehen. Dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter dürfe keine Plattform zur Propagierung tibetischer Unabhängigkeit geboten werden, sagte Außenminister Yang Jiechi am Samstag vor Journalisten.
Dies sei integraler Bestandteil der Normen internationaler Beziehungen. Der Dalai Lama bestehe weiterhin auf der Errichtung eines sogenannten Groß-Tibets auf einem Viertel des chinesischen Gebiets. "Würden Deutschland, Frankreich oder andere Länder akzeptieren, dass ein Viertel ihres Staatsgebietes abgetrennt wird", fragte Yang. Es solle nicht vergessen werden, dass China immer ein Unterstützer der deutschen Wiedervereinigung gewesen sei.
Am 10. März jährt sich zum 50. Mal der tibetische Aufstand gegen die chinesische Herrschaft und die Flucht des Dalai Lama ins Exil. Der Mönch fordert nach eigenen Worten nicht die Unabhängigkeit Tibets sondern eine größere Autonomie. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung in Peking ein Gipfeltreffen mit der EU abgesagt. Grund war ein Treffen des französischen Präsidenten Nicholas Sarkozy mit dem Dalai Lama. (rtr)
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