Bogotá. Der nach mehr als sieben Jahren in der Gewalt der kolumbianischen Farc-Rebellen freigelassene Politiker Alan Jara hat den konservativen Präsidenten Alvaro Uribe scharf kritisiert. Uribe habe nichts für seine Freilassung und die anderer Geiseln getan und stehe dem Schicksal der Entführten gleichgültig gegenüber, sagte der Ex-Gouverneur der Provinz Meta am Dienstag.
"Ich will es hart ausdrücken, aber es erscheint so, dass der andauernde Kriegszustand Präsident Uribe ganz gelegen kommt, und dass es den Rebellen gefällt, dass Uribe an der Macht ist", sagte der 51-Jährige. Jara widersprach auch der Darstellung des Präsidenten, die Rebellen seien so gut wie besiegt. Es gebe " sehr viele Rebellen, vor allem junge Leute. Deshalb kann es nur eine Verhandlungslösung mit ihnen geben".
Erstmals seit der spektakulären Befreiung der früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt im Juli hatten die linken Farc-Rebellen wieder mehrere Geiseln freigelassen - ohne erkennbare Gegenleistung. Für diesen Donnerstag ist noch die Übergabe des früheren Provinzparlamentariers Sigifredo López geplant. dpa
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