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Politik
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01. November 2012

US-Wahlkampf: Endspurt für Obama

US-Präsident Barack Obama ist nun wieder auf Wahlkampf-Tour.  Foto: AFP

US-Wahlkampf nach Sturm wieder mit vollem Programm

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Drei Tage lang ließen Barack Obama und Mitt Romney ihren Wahlkampf wegen des Monstersturms „Sandy“ ruhen, nun wollen sie verlorene Zeit wettmachen: Im Rennen um das Weiße Haus haben sich der US-Präsident und sein Herausforderer am Donnerstag in den Endspurt gestürzt. Obama plante Auftritte in Wisconsin, Nevada und Colorado, Romney wurde in Virginia erwartet. Der Republikaner hatte sich bei seinen Auftritten angesichts von mehr als 70 Todesopfern durch den Sturm mit verbalen Angriffen auf den Präsidenten zurückgehalten.
Obama-Sprecherin Jennifer Psaki erklärte, der Präsident werde sich weiterhin auf die Aufräumarbeiten nach dem Sturm konzentrieren. Die Tatsache, dass in fünf Tage gewählt werde, sei jedoch Realität.

Für den Amtsinhaber war die Naturkatastrophe eine einmalige Gelegenheit, kurz vor der Abstimmung am 6. November seine Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen. Dennoch ist kaum abzusehen, welchen Einfluss Obamas dreitägiges Sonderprogramm auf den Wahlausgang haben wird. Jüngsten Umfragen zufolge liegen beide Kandidaten derzeit nahezu gleichauf. In zahlreichen der vermutlich wahlentscheidenden Swing States liegt der Amtsinhaber demnach leicht in Führung.

Die Parteikollegen des Herausforderers und seines Vizekandidaten setzten den Wahlkampf ungeachtet des Sturms fort. Scharfe Kritik zog das Romney-Lager mit einem Werbespot im heftig umkämpften Ohio auf sich. Darin wurde unterstellt, die Autohersteller General Motors und Chrysler würden nach ihrer Rettung vor der Pleite mit Staatskrediten Arbeitsplätze in China schaffen. Vizepräsident Joe Biden erklärte, die Spots gehörten zu den unehrlichsten, die er je gesehen habe.
Mehr als 19 Millionen Amerikaner haben ihre Stimme bei der Präsidentschaftswahl schon abgegeben. Die Stimmen werden allerdings erst am 6. November ausgezählt.

Umweltkatastrophe in New Jersey

Nach der verheerenden Zerstörung durch Supersturm „Sandy“ suchen die Menschen in den betroffenen Gebieten den Weg zurück zur Normalität. Doch viele Schäden zeigten sich erst jetzt in ihrem Ausmaß. Dazu gehören nicht nur überflutete U-Bahn-Tunnel in New York und massive Schäden an den Stromnetzen, sondern nach CNN-Angaben eine mögliche Umweltkatastrophe mit mehr als 1,1 Millionen Liter Diesel, die in New Jersey aus einem Tank ausgelaufen sein sollen. Die Zahl der Todesopfer stieg laut Behördenangaben vom Mittwochabend auf mindestens 72. (dapd)

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