US-Präsident Barack Obama könnte dem Geheimdienst CIA laut Medienberichten die Kontrolle über Drohneneinsätze im Ausland entziehen. Das Weiße Haus arbeite an einer Direktive, die Verantwortung für den Einsatz der unbemannten Flugzeuge aufs Militär zu verschieben, berichtete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag.
Die Zeitung bestätigte damit frühere Berichte des Online-Magazins „The Daily Beast“. Obama habe das Papier aber noch nicht gebilligt. Ein Übergang könne mehrere Jahre dauern. Der neue CIA-Chef John Brennan, der vorher Obamas wichtigster Sicherheitsberater war, sei ein Verfechter dieser Neuordnung.
Die Geheimeinsätze zur Terrorbekämpfung sollten dem Entwurf zufolge künftig nach internationalem Kriegsrecht und mit Genehmigung des jeweiligen Staates erfolgen, wo sie ausgeführt würden. Bislang töten die vom Amerika aus ferngesteuerten Drohnen Terrorverdächtige in Ländern wie Pakistan, dem Jemen und Somalia ohne offizielle Kenntnis der dortigen Regierungen. Das löste auch schon diplomatische Verstimmungen aus.
Da immer mehr Staaten sich Killerdrohnen zulegen, befürchten US-Experten, man schaffe gefährliche Präzedenzfälle und werde Probleme haben, Drohneneinsätze anderer Staaten zu kritisieren. Menschenrechtler kritisieren zudem, dass die tödlichen Raketenbeschüsse ohne Gerichtsprozess erfolgen. Auch eigene Staatsbürger ließ die US-Regierung auf diese Weise töten. (dpa)
Die Bundeswehr setzt schon lange Drohnen ein, wie hier auf dem Bild die Version "Aladin" in Afghanistan. Diese Drohne hilft bei der Erkundung einer Region.
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