Aktuell: US-Wahl | Türkei | Olympische Spiele | Brexit
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

21. März 2013

USA : CIA könnte Kontrolle über Drohnen-Einsätze verlieren

Drohnen eignen sich für Territorialüberwachung und den leisen Krieg. Unter Obama haben die USA die tödlichen Drohnen-Einsätze ausgeweitet.  Foto: dpa

Dass der Drohnen-Krieg der USA auch dem Weißen Haus nicht ganz geheuer ist, wird nun immer deutlicher: Die Obama-Regierung will die Kompetenz für die tödlichen Drohnen-Einsätze dem Geheimdienst CIA wegnehmen. Der Drohneneinsatz solle endliche an das internationale Kriegsrecht angepasst werden.

Drucken per Mail

Dass der Drohnen-Krieg der USA auch dem Weißen Haus nicht ganz geheuer ist, wird nun immer deutlicher: Die Obama-Regierung will die Kompetenz für die tödlichen Drohnen-Einsätze dem Geheimdienst CIA wegnehmen. Der Drohneneinsatz solle endliche an das internationale Kriegsrecht angepasst werden.

US-Präsident Barack Obama könnte dem Geheimdienst CIA laut Medienberichten die Kontrolle über Drohneneinsätze im Ausland entziehen. Das Weiße Haus arbeite an einer Direktive, die Verantwortung für den Einsatz der unbemannten Flugzeuge aufs Militär zu verschieben, berichtete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag.

Die Zeitung bestätigte damit frühere Berichte des Online-Magazins „The Daily Beast“. Obama habe das Papier aber noch nicht gebilligt. Ein Übergang könne mehrere Jahre dauern. Der neue CIA-Chef John Brennan, der vorher Obamas wichtigster Sicherheitsberater war, sei ein Verfechter dieser Neuordnung.

Diplomatische Probleme

Die Geheimeinsätze zur Terrorbekämpfung sollten dem Entwurf zufolge künftig nach internationalem Kriegsrecht und mit Genehmigung des jeweiligen Staates erfolgen, wo sie ausgeführt würden. Bislang töten die vom Amerika aus ferngesteuerten Drohnen Terrorverdächtige in Ländern wie Pakistan, dem Jemen und Somalia ohne offizielle Kenntnis der dortigen Regierungen. Das löste auch schon diplomatische Verstimmungen aus.

Da immer mehr Staaten sich Killerdrohnen zulegen, befürchten US-Experten, man schaffe gefährliche Präzedenzfälle und werde Probleme haben, Drohneneinsätze anderer Staaten zu kritisieren. Menschenrechtler kritisieren zudem, dass die tödlichen Raketenbeschüsse ohne Gerichtsprozess erfolgen. Auch eigene Staatsbürger ließ die US-Regierung auf diese Weise töten. (dpa)

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Volkswagen

Falsche Unterstützung

Von  |
Die Bänder rollen wieder: Volkswagen hat sich mit dem Zulieferer Prevent geeinigt.

Politiker haben sich im Streit zwischen Volkswagen und Prevent einseitig aufi die Seite des Konzerns geschlagen. Dieses Fehlverhalten gefährdet das Projekt VW. Der Leitartikel.  Mehr...

AfD-Erfolge

Gegen die AfD hilft Geduld

Einfach Antworten: Die AfD geizt nicht mit populistischen Slogans auf ihren Wahlplakaten.

Unbeeindruckt von innerparteilichen Streitereien feiert die AfD Erfolge. Panischer Antipopulismus von anderen Parteien hilft dagegen nicht. Besser ist geduldiges Argumentieren. Der Leitartikel. Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung