Hamburg. Vor dem Bundesparteitag der FDP hat Parteichef Guido Westerwelle CDU und CSU erneut attackiert. "Von der Union wissen wir nur, dass sie regieren will - nicht wozu und nicht mit wem", sagte Westerwelle dem "Hamburger Abendblatt".
Er selbst habe "ohne Not" erklärt, dass die Liberalen eine bürgerliche Regierung der Mitte wollen - woraufhin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betont habe, sie wolle keinen Lagerwahlkampf führen und kämpfe für eine starke CDU. Daraus habe er nun Konsequenzen gezogen, sagte Westerwelle. "Liberal sind wir schon, aber blöd sind wir nicht. Wir kämpfen für eine starke FDP und rennen keinem Rockschoß hinterher."
Er erwarte ein "Kopf-an-Kopf-Rennen" bei der Bundestagswahl, sagte der FDP-Chef der Zeitung. Wenn es wieder zu einer linken Mehrheit kommen sollte, könnte es noch einmal eine große Koalition "als Durchgangsstadium" geben. "Aber spätestens nach der nordrhein- westfälischen Landtagswahl im Frühjahr 2010 marschieren SPD und Grüne zur Linkspartei, wo sie inhaltlich längst angekommen sind."
Die Spitzengremien der FDP bereiten heute in Hannover den 60. Bundesparteitag der Freien Demokraten vor. Von Freitag bis Sonntag werden die etwa 660 Delegierten das Programm der Partei für die Bundestagswahl beraten. Auch werden sie ihre Parteiführung für die nächsten zwei Jahre neu wählen. Westerwelle, der die FDP seit acht Jahren führt, kandidiert erneut für dieses Amt. (dpa)
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