Hamburg. Hamburgs Bürgerschaftspräsident Berndt Röder (CDU) ist am Samstag zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenz aus der Affäre um einen Einsatz des städtischen Winterdienstes für private Zwecke. Dies bestätigte CDU-Sprecherin Anna Christina Hinze auf ddp-Anfrage.
Der CDU-Politiker hatte Anfang Februar den Winterdienst zur Räumung seiner Straße im Stadtteil Groß Borstel bestellt. Allerdings wandte er sich nicht an die zuständige Stadtreinigung, sondern an das Bezirksamt Nord und an die Staatsräte der Innen- und der Umweltbehörde. Wenige Stunden später war die Straße eisfrei. Später hatte Röder dies als "kardinalen Fehler" bezeichnet, einen Rücktritt aber zunächst abgelehnt.
Röder ist Rechtsanwalt und seit 1968 CDU-Mitglied. Von 1974 bis 1984 war er Bezirksabgeordneter in Hamburg-Nord. Seit März 2004 war er Präsident der Hamburgischen Bürgerschaft. Davor war er bereits vier Jahre lang Erster Vizepräsident. (ddp)
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