Berlin. Der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hält nichts von der Idee eines Intelligenztests für Zuwanderer. Die Forderung seines Parteikollegen Peter Trapp könne nicht ernst gemeint sein, sagte Bosbach am Dienstag im Deutschlandradio Kultur. "Bürgerkriegsflüchtlinge, Asylbewerber - da fragen wir doch nicht nach einem Intelligenzquotienten, sondern dann fragen wir danach, ob sich der Mensch auf der Flucht und in Not befindet", erklärte Bosbach.
Die Hälfte der zuziehenden Migranten stamme ohnehin aus der Europäischen Union: "Da werden wir sicherlich am Grenzübergang zwischen Deutschland und Österreich keinen Test machen, ob der österreichische Nachbar bei uns in Deutschland einreisen und hier arbeiten darf." Um Zuwanderung besser zu steuern, habe man bereits gesetzliche Regelungen eingeführt, wie etwa eine Heraufsetzung des Alters nachreisender Ehegatten und verpflichtende Sprachtests.
Der CDU-Innenexperte Trapp hatte seine Idee am Montag in der "Bild"-Zeitung vorgebracht. "Wir müssen bei der Zuwanderung Kriterien festlegen, die unserem Staat wirklich nützen", hatte er gesagt. Maßstab müsse daher neben einer guten Berufsausbildung und fachlichen Qualifikation "auch die Intelligenz sein".
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