Unter-Absteinach (ots) - Schon einem weltberühmten Paar verschaffte er einst eine Schlafstätte und Wärmequelle in eisiger Nacht. Die Rede ist vom Stall, und auch für einen betrunkenen jungen Mann sollte Mittwochabend jene Örtlichkeit zu einem im Gedächtnis bleibenden Ereignisort werden. Doch stand seine Geschichte, ganz im Gegensatz zur schicksalhaften Nacht in Betlehem, unter wahrlich keinem guten Stern. Wegen eines per Notruf gemeldeten Randalierers, der mit Tritten und Schlägen parkende Autos traktiere, machte sich eine Streife aus Wald-Michelbach gegen 22 Uhr auf den Weg zur Mehrzweckhalle. Doch fehlte von dem nächtlichen Störenfried bereits jede Spur. Der hatte es sich zwischenzeitlich in einem nahegelegenen Kuhstall gemütlich gemacht und angefangen, mit den Tieren eine ernsthafte Konversation zu betreiben. Dass die Bewohner der bestrohten Behausung ihren Gesprächspartner vollends akzeptierten, könnte an dem identischen Körpergeruch von ihm und seinen neuen vierbeinigen Freunden gelegen haben. So stand der "Kuhflüsterer" bis zu den Knien in der Jauche. Der ewig gleichen und einsilbrigen Antwort der Rindviecher müde geworden, wollte der Verirrte zwar wieder gehen, kam dabei jedoch ins Straucheln und landete schließlich Kopfüber im Misthaufen. Die Beamten übergaben den derartig geschminkten Narren seinen Eltern. Die gegen den 20-Jährigen eingeleitete Strafanzeige wegen Sachbeschädigung dürfte ihm in der Tat stinken. Denn rein nüchtern betrachtet, war das wohl alles Mist!
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