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Ratgeber

11. September 2012

Garten im herbst: Buntes Laub und späte Blüten

 Von Ina Sperl
Herbst ist Pflanzzeit – Stauden sorgen mit Gehölzen und Gräsern für ein abwechslungsreiches Bild. 

Herbst ist Pflanzzeit – Stauden sorgen mit Gehölzen und Gräsern für ein abwechslungsreiches Bild.

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Wenn die Tage wieder kürzer werden, warmes Licht durch die Morgennebel dringt und die Spinnweben mit glitzernden Tautropfen bedeckt sind und wie verwunschen zwischen den Stauden hängen, dann ist für mich Herbst“, sagt Annemarie Eskuche. Die Staudengärtnerin mag den Herbst vor allem wegen der warmen Gelb- und Rottöne. „Mit herbstfärbenden Stauden bringen Sie einen dritten Höhepunkt und Indian-Summer-Feeling in den Garten“, sagt die Gärtnerin.

Alle, die ihren Garten noch verändern wollen, sollten schnell zum Spaten greifen: Der September ist der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen. Stauden lassen sich jetzt prima im Garten etablieren, sagt Annemarie Eskuche. Der Boden ist noch warm, die Pflanzen können schnell einwurzeln und treiben im Frühjahr gleich kräftig aus.

„Achten Sie beim Pflanzenkauf nicht nur auf die Blüte“, rät die Expertin. Mit herbstfärbenden Stauden, die im Fachbetrieb in der Regel ausgewiesen sind, bringen viele Stauden im September und Oktober noch einmal kräftige Farben in den Garten. Eine intensive Herbstfärbung haben einige Arten des Knöterichs, der Staude des Jahres 2012. So zum Beispiel der Teppichknöterich (Bistorta affinis „Superbum“), der sich nach der langen Blütezeit in Rosa und Rot mit einem schönen orangeroten Farbspiel der Blätter in den Winter verabschiedet. Ebenso faszinierend sind viele Storchschnabelarten und -sorten. Sie färben sich im Herbst teilweise blutrot bis hin zu orange. Eine besonders intensive orangerote Färbung weist der sibirische Storchschnabel (Geranium wlassovianum) auf. Die Art ist anspruchslos, blüht lange mit schönen violetten Blüten und hat einen auffallend braun-rosa-violett getönten Austrieb, sagt Eskuche. Das Schildblatt (Darmera peltata) ist eine Pflanze für den Teichrand oder feuchte Gartenbereiche.

Kombinationen

Das Herbstlaub färbt sich kupferrot, so dass die großen Blätter besonders gut zur Geltung kommen. Gräser bringen neben Strukturen oftmals auch noch Farbe in den Herbstgarten. Leuchtend rotbraun zeigt sich das Bartgras (Andropogon scoparius). Auch Sorten des Chinaschilfs (Miscanthus sinensis „Ghana“) verfärben ihre langen Wedel leuchtend rot bis braun. Sie bringen im Herbst Farbe und im Winter Struktur in den Garten.

Schöne Pflanzenkombinationen sind eine Kunst und manche Gar-tenbilder stellen sich erst nach mehrfachem Probieren ein. „Seien Sie kreativ“, empfiehlt Eskuche, „ein Garten ist nie fertig“. „Schön wirken immer die gefärbten Blätter mit spätblühenden Stauden“, sagt die Staudengärtnerin. Ein tolles Bild ergeben deshalb Herbstkrokusse (Crocus speciosus), die sich mit ihren blauen Blüten über die herbstgelben Blätter der Funkien (Hosta) erheben. Auch die rotgefärbten Blätter der Staudenpaeonien (Paeonia lactiflora) in Verbindung mit weißen Herbstanemonen (Anemone japonica) ergeben ein gutes Bild. Eskuche mag auch die Kombination von herbstfärbenden Gräsern wie der Rutenhirse (Panicum virgatum „Rehbraun“) mit dem lange und hellrosa blühenden Seifenkraut (Saponaria x lempergii „Max Frei“). Vor Struktur gebenden Gräsern wie Chinaschilf (Miscanthus), die sich im Herbst gelb bis orangerot verfärben, lassen sich Pflanzen wie Sonnenbraut (Helenium) oder Herbstastern (Aster novae-angliae oder Aster novi-belgii) ansiedeln.

Herbstfärbung

Auch Stauden in Kombination mit Gehölzen haben im Herbst einen besonderen Reiz. Herbstfärbende Stauden wie Storchschnabel (Geranium), Bergenien (Bergenia) oder Schneefelberich (Lysimachia clethroides) zum Beispiel bilden einen idealen Kontrast zu immergrünen Gehölzen wie Buchs (Buxus), Stechpalme (Ilex) oder Koniferen (Chamaecyparis, Juniperus). Abwechslung zwischen die oftmals runden Gehölz-Strukturen bringen Gräser wie das Pfeifengras (Molinia arundinacea „Karl Foerster“) mit seinem vertikalen Wuchs und der spektakulären goldgelben Herbstfärbung.

Unter den Gehölzen gibt es viele, die in der dritten Jahreszeit ebenfalls zu farblichen Höhenflügen ansetzen. So zeigt die Zaubernuss (Hamamelis) ihre intensive Blattfärbung von gelb bis leuchtend rot. Japanischer Ahorn (Acer japonica) und Felsenbirne (Amelanchier) setzen ebenfalls spektakuläre Farbakzente. In Kombination mit Stauden, die im Herbst blühen oder eine intensive Blattfarbe haben, entstehen interessante Pflanzenbilder. Wissenschaftler erklären das Phänomen damit, dass im Herbst das Blattgrün aus den Blättern abgebaut wird. Dadurch kommen die im Sommer verdeckten Farbpigmente, die Karotinoide (gelb, orange, rot) und die Xanthophylle (gelb), besser zur Geltung. Als Sonnenschutz werden in den Blättern zusätzlich Anthocyane – rote, violette und blaue Farbstoffe – gebildet.

Diese Kombination der Pigmente in den Blättern sorgt dann für die spektakulären Herbstfarben. „Die Witterung hat ebenfalls einen Einfluss“, sagt Annemarie Eskuche: Je trockener der Herbst, desto intensiver fällt die Färbung aus. Auch die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht beeinflussen die Ausfärbung. Um im Herbst besonders schöne Farben zu erhalten, sollten Stauden bis maximal Ende Juli gedüngt werden. „Dann schließen Sie ihr Wachstum rechtzeitig ab und es kommt zu einer schöneren Herbstfärbung.“

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