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Gesunde Ernährung: Gemüse für Kinder sollte knackig sein

Kinder lassen sich durchaus von knackigem Gemüse überzeugen. Weichgekocht aber haben zum Beispiel Möhren deutlich weniger Chancen.
Kinder lassen sich durchaus von knackigem Gemüse überzeugen. Weichgekocht aber haben zum Beispiel Möhren deutlich weniger Chancen.
Foto: Kai Remmers

Warum schmeckt Kindern Gemüse nicht?

Grimm: «Generell würde ich das gar nicht so sagen. Das ist etwas, was in den Köpfen der Menschen, vor allem in denen der Mütter, fest verankert ist. Wenn Gemüse entsprechend zubereitet ist, essen Kinder es auch. Viele Gemüse-Sorten haben allerdings per se einen leicht bitteren Geschmack, den nicht viele Kinder mögen. Die mögen eher den süßlichen Geschmack. Es wird aber häufig zu früh aufgegeben. Generell gilt: Kinder sollten ein Gemüse 15-mal probieren, bis es ihnen schmeckt.»

Wie sollte das Gemüse zubereitet werden?

Grimm: «Bei der Zubereitung sollte beachtet werden, dass Kinder kein zerkochtes Gemüse mögen. Das Essen in Schulkantinen kommt oft aus Küchen, die darüber nicht Bescheid wissen und das Essen lange warm halten. Wenn Gemüse länger als 90 Minuten warm gehalten wird, ist es zu matschig. Sobald es matschig ist, mögen Kinder es nicht mehr. Wenn Gemüse knackig ist, wird es gern gegessen. Salat mögen Kinder zum Beispiel gerne.»

Welches Gemüse ist für Kinder besonders wichtig?

Grimm: «Es gibt nicht das eine Gemüse, das besonders wichtig wäre. Jedes hat seine Mineralstoffe, Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe, die wichtig sind. Am besten ist immer eine Mischung. Sobald es einseitig wird, wird es gefährlich.» (dpa)