Die Wunschzettel der Jugendlichen sehen fast immer ähnlich aus. Ganz oben steht oft das derzeit angesagteste Smartphone. Aber was ist der richtige Tarif für dieses hochwertige Handy, damit die Kosten nachher nicht explodieren?
Surfe ich unterwegs viel oder eher wenig im Internet? Wie viele SMS verschicke ich ungefähr im Monat? Wie viel telefoniere ich durchschnittlich? Und wann und in welches Netz? Umso genauer Ihre Angaben sind, umso konkretere Angebote sind möglich.
Auf modernen Smartphones finden sich wichtige Mails, Kontakte, Konzepte und unter Umständen sogar gespeicherte Passwörter. Umso größer ist bei Verlust oder Diebstahl die Gefahr, dass Daten in die falschen Hände kommen. Was man bei Verlust tun sollte, erklären die Experten des Computermagazins „PC-Welt“.
Das iPhone bringt die nötigen Funktionen schon ab iOS 4.2 mit. Für Modelle mit Android wird die kostenlose App Android Lost empfohlen. Zunächst muss man sich auf der Internetseite www.androidlost.com einloggen. Dafür verwendet man die Daten von Googlemail, die auch für das Smartphone gelten. Das ist die Voraussetzung, um über die Internetseite Funktionen des Smartphones zu steuern. Zum Löschen von Daten beziehungsweise dem Sperren des Handys muss auf diesem selbst in der App allerdings im Voraus der Menüpunkt „Request Administrator rights“ aktiviert werden. Ist der Ernstfall eingetreten, lassen sich dann die Notfallfunktionen wie das Löschen der Speicherkarte über Internet bewerkstelligen.
Um zunächst einmal festzustellen, wo das Smartphone ist, kann man es via Webseite suchen lassen: im Menüpunkt „Location“ und den Unterpunkten „GPS“ und „send location“. Befindet sich das Gerät in der Nähe des Besitzers, bekommt er dann eine Mail in das Postfach seines Google-Accounts, die ihm den genauen Standort verrät. Dies funktioniert auch dann, wenn ein Dieb die Ortung deaktiviert hat. Denn der Eigentümer kann diese Funktion per Fernzugriff wieder einschalten. Zudem kann er mittels einer PIN das Gerät sperren.
Wem das Gerät gestohlen wurde, der sollte gleich die Daten löschen, raten die Experten. Dies lässt sich über die Funktion „Erase SD Card“ und „Wipe Phone“ bewerkstelligen. Anschließend sind dann allerdings wirklich alle Daten auf dem Gerät weg.
Besitzer des iPhones brauchen keine extra Anwendung; die Funktionen stecken in „Mobile Me“. Sobald sich der Nutzer dort für „iCloud“ angemeldet und bei den Account-Einstellungen des Gerätes die Option „iPhone suchen“ aktiviert hat, kann er über me.com sein Smartphone suchen. Vorausgesetzt, der
Ortungsdienst ist nicht deaktiviert. Ist dies der Fall, gibt es die Möglichkeit, eine Nachricht oder ein Tonsignal auf das verlorene iPhone zu schicken. Weitere Optionen sind ähnlich wie beim Android App das Fernsperren oder Fernlöschen als effektivste Maßnahme, um Datenklau zu verhindern.
Am PC ist die Gefahr allgegenwärtig. Jeder weiß, wie leicht man sich beim Surfen Schadsoftware einfängt. Dass sich das Risiko eins zu eins aufs mobile Surfen übertragen lässt, scheint eine einfache Gleichung - doch sie geht zum Glück nicht auf, zumindest noch nicht. Experten raten derzeit sogar eher von Anti-Viren-Scanner-Software für das Smartphone ab. Wer bei Apps auf die Herkunft achtet, hat schon viel gewonnen. Die Smartphone-Bedrohung sei noch um etliches kleiner als beim Windows-PC, sagt Jürgen Schmidt, Chefredakteur des Fachdienstes „Heise Security“.
„Flatrates versprechen häufig volle Kostenkontrolle und sorgloses Telefonieren“, sagt Rafaela Möhl (teltarif.de). „Doch Vorsicht: Sie decken längst nicht alles ab, sondern meist nur Telefonate in bestimmte deutsche Netze.“ Ein weiterer Nachteil sei der monatliche Pauschal-Betrag, der auch dann anfällt, wenn die Nutzung mal nicht so intensiv war. Zumindest diese unflexible Abrechnung lässt sich mit Tarifen umgehen, die einen Kostendeckel bieten. Bis zu einem monatlichen Betrag zwischen 35 und 50 Euro wird hier nach Verbrauch abgerechnet, danach fallen für bestimmte Leistungen trotz weiterer Nutzung keine Kosten mehr an. „Tarife mit Kosten-Limit eignen sich besonders, wenn das Nutzungsverhalten stark schwankt“, betont Möhl. „Wird einmal nicht so viel telefoniert, kommt der Vorteil der günstigen Minutenpreise von meist neun Cent zum Tragen.
Ist die Nutzung hingegen sehr intensiv, greift der Kostenstopp wie eine Flatrate.“ Wie auch bei Flatrates gilt es aber zu beachten, dass der Kostenstopp nicht alle Leistungen abdeckt. Enthalten sind bei den derzeit verfügbaren Tarifen Gespräche in alle deutschen Netze sowie nationale SMS. „Betrachtet man den Leistungsumfang, der vom Kosten-Limit abgedeckt wird, ist der Maximalpreis verhältnismäßig niedrig gewählt. Echte Flatrates, die Gespräche in alle deutschen Netze abdecken, sind meist teurer und SMS müssen in der Regel separat bezahlt werden“, sagt Möhl. Es gilt auch zu beachten, dass man sich nicht für einen zu langen Zeitraum auf einen Anbieter festlegt. Denn die Erfahrung zeigt, dass die Preise kontinuierlich sinken. „Anfang des Jahres hat ein Normalnutzer bei blau.de noch 18 Euro für 90 Minuten Telefonieren im Monat und 100 Megabyte Datenvolumen fürs Surfen bezahlt“, sagt Warentest-Experte Grund. „Jetzt verlangt der O2-Ableger netzclub im Tarif Sponsored Surf Basic nur noch 14,50 Euro.“
Allerdings ist dieses Angebot von Werbekunden mitfinanziert. Der Nutzer bekommt pro Tag maximal ein Angebote per SMS oder Mail zugeschickt. Meistens kommt die Werbung aber seltener. Allerdings muss man auf eine im Monat reagieren. Fast immer sind in den Preisbeispielen Flatrates für das mobile Internet enthalten. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter einer Angabe wie 200 Megabyte Datenvolumen zur freien Verfügung? Grund nennt ein Beispiel: „Dafür kann man ungefähr 90 Mails mit einem Foto im Anhang verschicken und hundertmal die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn aufrufen.“ Ist das Volumen ausgereizt, wird die Geschwindigkeit der Datenübertragung drastisch reduziert. Weitere Kosten fallen meist zwar nicht an, aber das Internet wird sehr langsam. Mit einem kleinen Programm, einer sogenannten App, kann man die Datenströme genau messen. Zum Beispiel mit dem Net-Limiter 3 Monitor lässt sich herausfinden, wie viel ein Video auf Youtube oder ein Musikdownload tatsächlich verbraucht. Wenig erstaunlich bei den Rechenbeispielen der Stiftung Warentest ist, dass die großen Unternehmen wie Base, O2 Telefonica, T-Mobile und Vodafone im Vergleich zu den meisten unbekannten Anbietern viel teurer sind. Dafür kann man sich persönlich Hilfe bei einem Mitarbeiter in einem Laden holen. Die günstigen Anbieter regeln fast alle Angelegenheiten nur über das Internet oder über eine Servicehotline.