1. Zecken lassen sich im Wald vom Baum fallen Das sind gleich zwei der verbreitetsten Irrtümer überhaupt: Spaziergänger fürchten sich immer wieder vor den Zecken, die angeblich hoch oben in den Baumkronen der Wälder sitzen und sich von dort aus dann auf die vorbeikommenden Wanderer fallen lassen. Das Risiko, am Ziel vorbeizufallen und anschließend wieder viele Meter zurück in die Baumkronen klettern zu müssen, wäre für die kleinen Tierchen aber viel zu groß, schließlich müssten Wind und Wetter sowie Schrittgeschwindigkeit des Wanderers miteingeplant werden. Die Wahrheit ist dann auch viel simpler: Die kleinen Achtbeiner sitzen nicht etwa hoch oben in den Baumkronen, sondern vielmehr auf niedrigen, nur bis zu etwa eineinhalb Meter hohen Gräsern, Büschen und Sträuchern, sind also auch auf Wiesen und in Parks anzutreffen und nicht nur im Wald – das ist nämlich schon der zweite Irrtum. Von dort aus lassen sie sich nun ganz einfach vom Spaziergänger abstreifen, wenn dieser sie im Vorbeigehen berührt. Mit dem sogenannten Hallerschen Organ können sie bestimmte Bestandteile des Schweißes wie Buttersäure und Ammoniak, aber auch das ausgeatmete Kohlendioxid registrieren und so ein potenzielles Opfer erkennen.