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Astronomie und Raumfahrt

11. Januar 2016

"Rosetta"-Mission: Raumsonde „Philae“ antwortet nicht

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Grafische Darstellung: "Philae" auf der Oberfläche des Kometen.  Foto: AFP/ESA Medialab

Die Raumsonde "Philae" reagiert nicht auf Kommandos, die am Wochenende geschickt wurden. Weil Ende Januar die Bedingungen auf dem Kometen zu "lander-feindlich" sein werden, ist die Chance, noch einmal Kontakt zu "Philae" zu bekommen, sehr gering.

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Am vergangenen Samstag schickten Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln ein Kommando ins All, das die Raumsonde "Philae" aufwecken sollte. "Philae" befindet sich seit November 2014 auf dem Kometen "67P/Tschurjumow-Gerasimenko", seit dem 9. Juli 2015 gelang keine Kontaktaufnahme mehr. Und auch das Kommando, das am Wochenende ausgesandt wurde, verhallte ungehört im All.

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Eigentlich sollte es das Drallrad des Landeroboters aktivieren und es in Bewegung setzen. Dadurch hätte sich "Philae" möglicherweise etwas bewegt und den Staub von den Solarpaneelen abschütteln können, so die Hoffnung der Forscher, während sie auf das Kommando warteten. Doch nun ist klar: "Philae" reagierte nicht auf das Kommando. "Man sollte nicht zu enttäuscht sein", zitiert die Nachrichtenagentur dpa den "Philae"-Projektleiter Stephan Ulamec. "Wir wussten, dass die Chancen gering waren. Aber wir wollten diese Chance nutzen, bevor man zu weit von der Sonne weg ist", so Ulamec weiter.

Die Chance, noch einmal Kontakt mit "Philae" aufzunehmen, wird täglich geringer. Der Komet, auf dessen Oberfläche "Philae" steht, bewegt sich weiter von der Sonne weg - Ende Januar werden die Bedingungen auf dem Kometen so "lander-feindlich" sein, dass die Mission von "Philae" ihr Ende finden dürfte. Bei einer Entfernung von mehr als 300 Millionen Kilometern von der Sonne ist es dann zu kalt für die Sonde, die sich bei einer Betriebstemperatur von unter -51 Grad Celsius nicht mehr anschaltet.

Bis Ende Januar wird das DLR, das für die Raumsonde "Philae" verantwortlich ist, noch auf Signale der Sonde achten. "Aber dann muss man irgendwann auch mal realistisch sein, dass wir vermutlich nichts mehr von "Philae" hören werden", so der Projektleiter Ulamec.

Unterdessen kreist "Rosetta", die Raumsonde, die "Philae" auf dem Kometen abgesetzt hat, weiter um den Kometen und begleitet ihn auf seiner Reise weg von der Sonne. Doch auch dieser Teil der Mission wird noch im Jahr 2016 ein Ende finden: Im September 2016 soll "Rosetta" ebenfalls auf dem Kometen landen und dann vermutlich ebenfalls verstummen. (mit dpa)

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