Sensationeller Fund für Weltraumforscher: Mit Hilfe modernster Kamera- und Teleskoptechnik sind sie auf eine Sterneninsel in über 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung gestoßen. „Wir sehen die neu entdeckte Galaxie mit der Bezeichnung MACS0647-JD so, wie sie 420 Millionen Jahre nach dem Urknall aussah“, hieß es in einer Mitteilung der US-Raumfahrtbehörde NASA und der Europäische Raumfahrtagentur ESA. „Ihr Licht war 13,3 Milliarden Lichtjahre zur Erde unterwegs.“
Das Urknall-Modell besagt, dass das Universum vor rund 13,7 Milliarden Jahren entstand und sich seither ausdehnt.
Auf die Spur kamen die Astronomen der nun entdeckten Galaxie durch einen Effekt, der an ein astronomisches Vergrößerungsglas erinnert. Dieser sogenannte Gravitationslinsen-Effekt entsteht, wenn sich genau auf der Linie zwischen Beobachter und Galaxie ein zweites massereiches Objekt befindet, das durch seine Gravitation die Lichtstrahlen der dahinter liegenden Galaxie beugt und massiv verstärkt. Eine solche Gravitationslinse erlaubt Astronomen die Beobachtung von Sterneninseln, deren Licht schwächer ist als dasjenige einer Kerze auf dem Mond. Dieser Effekt machte auch die Beobachtung der lichtschwachen Galaxie MACS0647-JD durch die Weltraumteleskope Hubble und Spitzer erst möglich.
Die neu entdeckte Galaxie weist einen Durchmesser von weniger als 600 Lichtjahren auf - das ist nur ein Bruchteil des Durchmessers unserer Milchstraße, der auf 150.000 Lichtjahre geschätzt wird. Die Forscher glauben daher, dass wir die weit entfernte Galaxie in den ersten Stadien ihrer Entwicklung sehen. (afp)
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