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Cape Canaveral: Wolken verhindern "Endeavour"-Start

Schlechtes Wetter hat den geplanten Start des Space-Shuttle "Endeavour" mit sechs Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS am Sonntag verhindert.

Die Crew beim Aufbruch zum Shuttle (von links): Nicholas Patrick, Kay Hire, Bob Behnken, Steve Robinson, Kommandant George Zamka und Pilot Terry Virts.
Die Crew beim Aufbruch zum Shuttle (von links): Nicholas Patrick, Kay Hire, Bob Behnken, Steve Robinson, Kommandant George Zamka und Pilot Terry Virts.
Foto: rtr

Washington/Moskau. Schlechtes Wetter hat den geplanten Start des Space-Shuttle "Endeavour" mit sechs Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS am Sonntag verhindert.

Die Wolkendecke über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida sei dicker als für die Mission erlaubt, sagte ein Sprecher des NASA-Fernsehens im Internet. Ein neuer Versuch sei für diesen Montag, 4.14 Uhr Ortszeit (10.14 Uhr MEZ), geplant. Dies soll der letzte Nachtstart und die fünftletzte Reise eines Shuttle insgesamt sein: Die NASA will die Raumfähren gegen Ende dieses Jahres einmotten.

Die "Endeavour" soll ein neues Modul mit dem Namen "Tranquility" (Ruhe) zur ISS bringen. Es bietet den Langzeitbewohnern zusätzlichen Platz und verfügt über hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser sowie zur Herstellung von Sauerstoff. Am spektakulärsten aber: Das Modul hat eine Aussichtskuppel mit sieben Fenstern, die der Besatzung künftig wissenschaftliche Beobachtungen und natürlich schöne Blicke ins All gestattet. Für die Montage des Moduls, mit dem die Raumstation dann zu rund 90 Prozent komplett ist, sind insgesamt drei Außenbordeinsätze von Astronauten geplant.

Der letzte Flug einer Raumfähre ist voraussichtlich für September geplant. Danach ist die ISS für mehrere Jahre nur mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen - so lange, bis die USA über einen Shuttle-Nachfolger verfügen. Präsident Barack Obama setzt dabei nicht auf die NASA, sondern auf die Privatindustrie: Sie soll ein neues Transportmittel entwickeln und bauen. Die ISS soll nach Obamas Willen noch bis mindestens 2020 in Betrieb bleiben - das wäre fünf Jahre länger als ursprünglich geplant. (dpa)

Datum:  7 | 2 | 2010
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