Etwa jeder fünfte massereiche Stern unserer Milchstraße bewegt sich mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit durchs All. Diese jungen Ausreißer-Sterne werden überwiegend aus dichten Sternhaufen herauskatapultiert. Wie das passiert, zeigten jetzt Computersimulationen eines Forscher-Duos aus Japan und den Niederlanden, so berichtet das Fachblatt Science.
In den Simulationen bilde sich im Zentrum eines jungen Sternhaufens stets ein massereicher Doppelstern, der dann im Durchschnitt 23 Sterne aus dem Haufen herausschleudere, mit bis zu 300 Kilometern pro Sekunde. Die Forscher verglichen ihre Simulation zudem gezielt mit dem jungen Haufen R136 in der Großen Magellanschen Wolke, einer Satelliten-Galaxie der Milchstraße. Beobachtungen zeigten sechs Sterne mit mehr als der achtfachen Masse der Sonne, die mit hoher Geschwindigkeit von R136 wegflögen. (wsa)
DOI: 10.1126/science.1211927
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