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Astronomie und Raumfahrt

05. Dezember 2012

Mars Curiosity: Nasa schickt Curiosity-Zwilling auf den Mars

Selbstporträt: Der Mars-Rover Curiosity hat sich auf dem roten Planeten Mars selbst fotografiert.Foto: dpa

Die US-Raumfahrtbehörde NASA will im Jahr 2020 den nächsten Forschungsroboter auf den Mars schicken. Der neue Rover soll auf dem aktuellen Mars-Rover Curiosity beruhen und den USA die Führungsposition bei der Erforschung des Mars sichern.

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Washington –  

Wenige Monate nach dem Start ihrer jüngsten Marsmission haben die USA die Entsendung eines weiteren Forschungsroboters auf den Mars bekannt gegeben. Die US-Raumfahrtbehörde NASA wolle im Jahr 2020 den nächsten Forschungsroboter auf den Roten Planeten schicken, erklärte ihr Leiter Charles Bolden am Dienstag (Ortszeit). Mit dieser Mission soll demnach die Führungsposition der USA bei der Erforschung des Mars gesichert werden.

Die Regierung von Präsident Barack Obama sei ernsthaft an der Erforschung des Mars interessiert, erklärte Bolden. „Mit dieser Mission stellen wir sicher, dass Amerika die weltweit führende Nation bei der Erforschung des Roten Planeten Mars bleibt.“ Zugleich sei dies ein weiterer bedeutsamer Schritt auf dem Weg zu bemannten Missionen zum Mars in den 2030er Jahren, erklärte Biden. Obama hatte dies als Ziel für das US-Weltraumprogramm ausgegeben.

Konstruktion und Funktionsweise von Curiosity

Die Ankündigung erfolgte einen Tag nach der Mitteilung, dass der Mars-Rover „Curiosity“ bei seiner Mission auf organische Teilchen gestoßen sei, die auf Leben auf dem Roten Planeten hindeuten könnten. „Curiosity“ war Anfang August nach einer mehr als achtmonatigen Reise auf dem Mars gelandet. Die Mission des 2,5 Milliarden Dollar teuren Forschungsroboters, der nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen soll, ist auf zwei Jahre angelegt.

Der neue Rover soll in Konstruktion und Funktionsweise auf „Curiosity“ beruhen. Damit will die NASA die Entwicklungskosten und das Pannenrisiko reduzieren. Um die Kosten zu senken, sollen auch überschüssige Teile vom Bau von „Curiosity“ verwendet werden. Die NASA geht von Kosten von 1,5 Milliarden Dollar (1,15 Milliarden Euro) aus. Laut der Behörde soll ein Forscherteam zusammengestellt werden, um die Ziele der Mission zu bestimmen.

Zwei weitere Marsmissionen geplant

Neben dem neuen Rover sind in den nächsten Jahren zwei weitere Marsmissionen geplant: Der Roboter „InSight“ soll von 2016 auf der Marsoberfläche die Entwicklung des Planeten erforschen und herausfinden, ob sein Kern fest oder flüssig wie bei der Erde ist. Die Sonde „Maven“ soll ihrerseits ab dem kommenden Jahr die obere Atmosphäre erkunden. Zudem befindet sich derzeit noch der Roboter „Opportunity“ auf dem Mars. Das kleine Fahrzeug ist bereits seit 2004 im Einsatz. Sein Zwilling „Spirit“ hörte 2010 zu funktionieren auf.

Wegen Einschnitten in ihren Haushalt musste die NASA dagegen andere Programme einstellen. So setzte die Behörde im Februar zum Erstaunen zahlreicher Wissenschaftler ihre Kooperation mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA zur Erkundung des Mars vorerst aus. Das ESA-Projekt ExoMars sieht in den Jahren 2016 und 2018 die Entsendung einer Sonde und eines Roboters zur Erkundung des Roten Planeten vor. Mittlerweile stieg Russland in das Programm ein. (afp)

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