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Astronomie und Raumfahrt

04. Dezember 2012

Mars-Rover Curiosity: Curiosity spürt Kohlenstoff auf

 Von Thomas Bührke
Selbstporträt: Der Mars-Rover Curiosity hat sich auf dem roten Planeten Mars selbst fotografiert.Foto: dpa

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa präsentiert die ersten Funde des Mars-Rovers Curiosity. Der Rover hat Kohlenstoff aufgespürt - allerdings ist nicht klar, ob das Element vom Mars oder von der Erde stammt.

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Seit vier Monaten untersucht der Rover „Curiosity“ auf dem Mars die Zusammensetzung von Staub und Gestein. In einer von der Nasa groß angekündigten Pressekonferenz berichteten am Montagabend in Pasadena die beteiligten Forscher über die ersten Resultate. Das wichtigste Ergebnis ist jedoch unspektakulär: Alle Geräte arbeiten perfekt. Schon interessanter klingt, dass „Curiosity“ Kohlenstoff aufgespürt hat. Allerdings ist nicht klar, ob das Element vom Mars oder von der Erde stammt.

„Curiosity“ hatte in letzter Zeit eine Stelle namens Rocknest untersucht und dort mit seinem Greifarm Sand- und Staubproben genommen. Dieses Material wurde in einem Ofen bis auf 800 Grad Celsius erhitzt, wobei mehrere Instrumente die chemische Zusammensetzung der freiwerdenden Gase bestimmten.

Warten auf den Bohrer

Bei dieser Analyse stießen die Forscher auf größere Mengen an Wasser sowie Schwefel- und Kohlendioxid. Die Wassermengen sind höher als erwartet, doch im Großen und Ganzen scheint es sich um vulkanisches und glasähnliches Material zu handeln.

Gespannt war man vor allem auf die mögliche Entdeckung organischer Moleküle, könnten sie doch Hinweise auf einstiges Leben auf dem Mars geben. Doch in dieser Frage mussten die Forscher passen: „Wir haben derzeit keine Hinweise auf marsianische Organismen“, räumte Paul Mahaffy vom Goddard Space Flight Center der Nasa ein.

Im Grunde hatten die Forscher in den Staubteilchen auch gar nicht mit organischen Molekülen biologischen Ursprungs gerechnet. Überreste von einstigen Lebewesen wären nur im Boden zu finden, wo sie vor dem intensiven Bombardement kosmischer Strahlungsteilchen geschützt sind. „Curiosity“ verfügt zwar über einen Bohrer, mit dem er Proben aus bis zu einem halben Meter Tiefe holen kann, doch der ist noch nicht im Einsatz.

Mit Blick auf den Kohlenstofffund sagte der wissenschaftliche Leiter der Mission, John Grotzinger, es sei möglich, dass sich in den Messinstrumenten in geringen Mengen Substanzen von der Erde eingenistet haben, die nun die Ergebnisse verfälschen.

Dabei hatten die Forscher vor den endgültigen Messungen mehrmals feinen Staub in die Einlasskammer hinein- und hinausgeblasen, um die Instrumente von restlichen Verunreinigungen weitgehend zu befreien.

Grotzinger warnte vor vorschnellen Schlüssen und übertriebenen Erwartungen - dabei war er selbst derjenige, der etwas Sensationelles angekündigt hatte.

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