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Astronomie und Raumfahrt

07. März 2016

Meteor: Feuerkugel löst Polizeieinsatz aus

 Von 
Eine Kamera hat einen Meteor fotografiert. (Symbolbild)  Foto: imago/ZUMA Press

In der Nacht von Sonntag auf Montag melden zahlreiche Beobachter die Sichtung einer Feuerkugel am Himmel über Bayern. Die Polizei in Landshut rückt aus, weil die Himmelserscheinung auch in der Nähe eines Kernkraftwerks beobachtet wird.

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In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde eine ungewöhnliche Himmelserscheinung in Teilen Bayerns beobachtet. Das Polizeipräsidium Niederbayern berichtet von mehreren Anrufern, die sich gemeldet hätten. Die erste Mitteilung sei gegen 22:37 Uhr eingegangen, der Augenzeuge habe in der Nähe des Kernkraftwerks Ohu bei Landshut eine "helle und grelle Lichterscheinung" gesehen, heißt es bei der Polizei. Daraufhin seien mehrere Polizeistreifen zum Kraftwerk geschickt worden, dort konnte jedoch nichts festgestellt werden.

Weitere Anrufer hätten einen glühenden Feuerkörper gesehen, der einen Schweif hinter sich her zog, heißt es in der Mitteilung der Polizei weiter. Auch Polizisten hätten das Himmelsphänomen gesehen.

Im Forum des Arbeitskreises Meteore e.V. berichten Nutzer ebenfalls von der Sichtung: Ein Nutzer berichtet, dass er das Objekt von Regensburg aus für etwa zwei Sekunden gesehen habe, es sei "schön grün und orange" und "relativ breit" gewesen. Ein anderer Nutzer berichtet ebenfalls von einer grünlichen Farbe und meint, das Himmelsphänomen sei so hell wie der Vollmond oder sogar heller gewesen. Außerdem habe er ein "deutlich dumpfes Donnergrollen" gehört. Ein Nutzer des Forums schreibt: "Es war ein unglaubliches Erlebnis - noch nie habe ich so eine helle Feuerkugel gesehen und dann noch dazu die für mich erste Schallwahrnehmung bei einem Boliden". Auch aus München, Dresden und Ober-Österreich gibt es Meldungen.

Bei der Himmelserscheinung dürfte es sich um eine Feuerkugel handeln. Möglicherweise ist ein Stück Weltraumschrott oder ein kleiner Gesteinsbrocken in die Erdatmosphäre eingedrungen und dort verglüht. Das Phänomen wird ab einer gewissen Helligkeit als Feuerkugel bezeichnet.

Mit dem Asteroiden 2013 TX68, der am 8. März in einer Entfernung von etwa fünf Millionen Kilometern an der Erde vorbeifliegt, dürfte die Feuerkugel nichts zu tun haben. Ursprünglich hatte die US-Raumfahrtorganisation Nasa berechnet, dass der Asteroid am 5. März an der Erde vorbeifliegt, nach weitere Beobachtungen wurde das Datum auf den 8. März verschoben. Zu nahe wird der Asteroid der Erde nicht kommen, von ihm geht keine Gefahr aus, wie die Nasa betont.

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