Bei den Rettungsbemühungen um die fehlgeleitete russische Raumsonde Phobos-Grunt ist der Kontakt des Messapparats zur Europäischen Raumfahrtbehörde ESA nach zwei Tagen abgerissen.
Vier Signale von der westaustralischen ESA-Bodenstation Perth seien im Unterschied zu den Vortagen unbeantwortet geblieben. Das sagte der Leiter der ESA-Vertretung in Moskau, René Pischel, am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos zeigte sich enttäuscht von dem Rückschlag. Nun versuche der Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan, Kontakt zu der seit gut zwei Wochen in der Erdumlaufbahn fliegenden Sonde herzustellen, hieß es.
Für kurzfristigen Optimismus hatten Signale der 120 Millionen Euro teuren und 13,5 Tonnen schweren Raumsonde gesorgt, die ESA und Roskosmos in den vergangenen Tagen aufgefangen hatten. «Die Informationen zeigen, dass der Hauptbordcomputer funktioniert», sagte ein Roskosmos-Mitarbeiter. Es seien aber weitere Daten zur Erkenntnis nötig, ob Phobos-Grunt vom Boden aus gesteuert werden könne. Nach Berichten Moskauer Medien hat Roskosmos die Raumsonde praktisch aufgegeben und strebt ihren kontrollierten Absturz an. Der Apparat sollte Bodenproben vom Marsmond Phobos zur Erde bringen, kam aber wegen Triebwerksproblemen nicht über die Erdumlaufbahn hinaus. (dpa)
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