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Astronomie und Raumfahrt

22. Januar 2016

Planetenbeobachtung: Planetenparade am Morgenhimmel

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Nicht zu übersehen: Der Planet Venus überstrahlt alle Sterne am Himmel.  Foto: REUTERS

Der Morgenhimmel bietet derzeit ein seltenes astronomisches Schauspiel: Gleich fünf Planeten reihen sich im Südosten auf. Wer die Planetenparade beobachten will, muss jedoch bereit sein, vor Sonnenaufgang in die Kälte hinauszugehen.

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Derzeit bietet der Morgenhimmel ein seltenes astronomisches Schauspiel: Fünf Planeten kann man kurz vor Sonnenaufgang gleichzeitig am Himmel sehen - zuletzt war das vor gut elf Jahren, im Winter 2004/2005 möglich. Noch bis zum 20. Februar reihen sich die Planeten Merkur, Venus, Saturn, Mars und Jupiter entlang der so genannten "Ekliptik" (die scheinbare Bahn der Sonne) am Morgenhimmel auf.

Wer die ungewöhnliche Planetenparade beobachten möchte, der muss das richtige Zeitfenster erwischen: Gegen 7:15 Uhr steigt der Merkur im Südosten über den Horizont, etwa eine Stunde später geht die Sonne auf - und überstrahlt den innersten Planeten des Sonnensystems. Ganz in der Nähe des Merkur steht auch der Zwergplanet Pluto - doch er ist nur mit einem Teleskop zu sehen.

Merkur, Venus, Saturn, Mars und Jupiter kann man gleichzeitig am frühen Morgenhimmel sehen.  Foto: NASA/JPL-Caltech

Wer sich trotz Kälte zur Planetenbeobachtung nach draußen wagt, sollte den Blick nach Südosten richten. Dort steht die hell strahlende Venus über dem Horizont und hilft bei der Suche nach den anderen Planeten. Links unter der Venus taucht dicht über dem Horizont der wesentlich schwächer leuchtende Merkur auf. Saturn steht etwas weiter rechts über der Venus - auf einer gedachten Linie mit Merkur und Venus, die auch vom Planeten Mars (gut zu erkennen: er leuchtet orange-rot) und Jupiter (steht im Südwesten) nach rechts hin fortgesetzt wird. Ende Januar und Anfang Februar wandert außerdem der Mond an der Parade der fünf Planeten vorbei.

Noch bis 20. Februar kann man die fünf Planeten am Morgenhimmel beobachten - zumindest theoretisch. In der Praxis dürfte es ab der zweiten Februarwoche schwer werden, den Merkur in der Morgendämmerung noch zu erkennen. Das Magazin "Sky & Telescope" empfiehlt deshalb die Beobachtung in der letzten Januar- und der ersten Februarwoche.

Wem es derzeit zu kalt ist, um am frühen Morgen den Himmel zu beobachten, der sollte sich den August vormerken: Vom 13. bis 19. August 2016 werden alle fünf Planeten am südwestlichen Abendhimmel auftauchen - jedoch stehen Merkur und Venus dann so tief, dass sie nur schwer zu sehen sein werden.

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