Gleich zwei Sternschnuppenströme sind bald zu sehen – die Geminiden und die Ursiden. Doch das ist nicht das einzige beeindruckende Schauspiel am Firmament: Der Mond verschwindet am 10. Dezember hinter der Erde.
Der genaue Farbton des verfinsterten Mondes hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Asche- und Staubgehalt der Erdatmosphäre ab und kann von Finsternis zu Finsternis variieren. Live-Bilder aus Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigten den verfinsterten Erdtrabanten in kräftigem Rot.
Der genaue Farbton des verfinsterten Mondes hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Asche- und Staubgehalt der Erdatmosphäre ab und kann von Finsternis zu Finsternis variieren. Live-Bilder aus Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigten den verfinsterten Erdtrabanten in kräftigem Rot.
Hans-Ulrich Keller –
Zum Jahresausklang bietet uns der Himmel ein kosmisches Schattenspiel. Der Mond taucht am 10. Dezember vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Der zweite Teil der totalen Mondfinsternis ist von Mitteleuropa aus beobachtbar. Der Eintritt des Mondes in den Halbschatten erfolgt um 12.32 Uhr, in den Kernschatten taucht er gut eine Stunde später (13.45 Uhr). Von 15.06 bis 15.58 Uhr steht er vollständig im Kernschatten, die Finsternis ist total, 15.36 Uhr wird die exakte Vollmondposition erreicht.
Der verfinsterte Vollmond hält sich im Sternbild Stier in der Nähe des rötlich-gelben Sterns Aldebaran auf. Zu Beginn der Finsternis befindet sich der Mond noch unter dem Horizont. Als Wintervollmond geht er weit im Nordosten auf. Während der Totalität ist der Mond nicht vollständig dunkel, sondern leuchtet in einem rötlichen Licht, hervorgerufen von dem in der Erdatmosphäre gestreuten Sternenlicht.
Allerdings wird der Aufgang des vollständig verfinsterten Mondes kaum sichtbar sein, da die dichten, horizontnahen Dunstschichten das rötliche Restlicht des verdunkelten Mondes weitgehend verschlucken. Erst rund eine Viertelstunde nach seinem Aufgang zeigt sich der verfinsterte Erdbegleiter. Der sichtbare Teil der Finsternis endet um 17.18 Uhr mit dem Austritt des Mondes aus dem Kernschatten. Das astronomische Ende findet um 18.32 Uhr mit dem Verlassen des Halbschattens statt.
Die Vollmondnacht vom 10. auf den 11. ist die längste des Jahres 2011, ebenso erreicht der Mond eine halbe Stunde nach Mitternacht seine größte Höhe über dem Südpunkt am Horizont in diesem Jahr. Neumond tritt am 24. um 19.06 Uhr ein. Am Nikolaustag hält sich der Mond mit 405 410 Kilometer in Erdferne auf, während er am 22. seinen erdnächsten Bahnpunkt passiert, wobei ihn dann 364 800 Kilometer von uns trennen. Nach Einbruch der früh einsetzenden Dunkelheit leuchtet als Erster hoch im Süden der Riesenplanet Jupiter auf und zieht mit seinem Glanz die Blicke auf sich. In der ersten Dezemberwoche wechselt er aus dem Sternbild Widder rückläufig in die Fische.
Rote Mondfinsternis über Deutschland (2011)
Bildergalerie ( 17 Bilder )
Rote Mondfinsternis über Deutschland (2011)
Naturschauspiel Mondfinsternis:. Dabei wandert der Vollmond durch den Erdschatten. In diesem Jahr trifft der Erdtrabant den Schatten besonders zentral.
Foto: dapd
Die vollständige Mondfinsternis war mit einer Stunde und 40 Minuten dieses Mal außergewöhnlich lang. Ganz finster wird der Mond dabei allerdings nicht. Die Erdatmosphäre lenkt vor allem rotes Licht in den Schattenkegel, so dass der Mond in Dunkelrot schimmert.
Foto: dapd
Himmelsgucker haben die totale Mondfinsternis am Mittwochabend nur in einigen Teilen Deutschlands gut verfolgen können. Lediglich im Südwesten Deutschlands und in Teilen Bayerns waren die Bedingungen zur Beobachtungsehr günstig.
Foto: dapd
Kurz vor Mitternacht verschleiern Wolken die Mondfinsternis unweit von Frankfurt Oder in Ostbrandenburg.
Foto: ZB
Viele Menschen drängen sich in Münchenauf dem Dach der Münchner Volksternwarte zwischen den Teleskopen, um die Mondfinsternis zu beobachten.
Foto: dpa
Die Mondfinsternis war am Mittwochabend im Münchner Norden wegen des stark bewölkten Himmels kaum zu sehen.
Foto: dapd
Die Frankfurter Skyline und ein Wolken verhangener Himmel, dafür mit blau-rosa Färbung. Von einer Mondfinsternis ist nichts zu sehen.
Foto: REUTERS
Himmelsgucker brauchen viel Geduld.
Foto: dpa
Auch auf dem Großen Feldberg im Taunus nördlich von Frankfurt am Main warten viele auf die totale Mondfinsternis.
Foto: dpa
Wegen eines Wolkenbandes war der Erdtrabant jedoch lange Zeit nicht zu sehen und wurde erst gegen Ende der totalen Mondfinsternis durch die Wolken erkennbar.
Foto: dpa
Die totale Mondfinsternis am Großen Feldberg .
Foto: dpa
Der Mond trat um 19.23 Uhr in den Halbschatten. Um 20.23 Uhr geriet er in den Kernschatten.
Foto: dapd
Vollständig im Kernschatten verschwand der Erdtrabant um 22.13 Uhr.
Foto: REUTERS
15.06.: Eine totale Mondfinsternis spielt sich in den meisten Teilen Deutschlands hinter Wolken ab. Die längste Mondfinsternis seit mehr als zehn Jahren beginnt gegen 20.30 Uhr.
Foto: dapd
Der Mond am Ende der Mondfinsternis über München.
Foto: dapd
Der Mond umkreist die Erde alle 28 Tage und durchläuft dabei vom Standpunkt des Betrachters die verschiedenen sichelförmigen Phasen vom Neumond über den Vollmond und zurück.
Foto: dpa
Am Mittwochabend haben viele Menschen der totalen Mondfinsternis entgegen gefiebert. Dabei war der Mond komplett in den Erdschatten eingetaucht. Hier ist der Mond in Höchst am Main unterhalb vom Bolongaropalast zu sehen (Archivbild).
Foto:
Monika Müller
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Totale Mondfinsternis 2007
Bildergalerie ( 8 Bilder )
Totale Mondfinsternis 2007
Tausende Schaulustige versammelten sich überall im Land, um durch die Wolkenlücken einen Blick auf das Himmelsereignis zu erhaschen - oft unter erschwerten Wetterbedingungen, wie hier im verregnten Goslar.
Foto: dpa
An der Frankfurter Hauptwache ließ die Mondfinsternis viele Nachtbummler stehen bleiben und das Naturschauspiel über der Katharinenkirche, deren Wetterhahn im Bild zu sehen ist, beobachten.
Foto: FR
Sternengucker haben sich einen Platz an der Arago-Kuppel des Observatoriums in Paris gesichert.
Foto: dpa
Geladene Gäste nutzten die Teleskope im Pariser Observatorium, um die Mondfinsternis zu beobachten.
Foto: dpa
Neben der Fassade des Kölner Domes leuchtete der Mond am frühen
Sonntagmorgen rot bis orange. Rund eine Stunde lang war der Erdtrabant im Kernschatten der Erde.
Foto: dpa
Gute Sicht auf das Schauspiel hatten auch die Passagiere dieses Kreuzfahrtschiffes bei Red Beach (Playa Roja) in Rio de Janeiro.
Foto: dpa
Der US-Musiker Adam Green war einer der internationalen Künstler, die am Abend der Mondfinsternis im Rahmen der Show "Eine Messe für den Roten Mond" auftraten.
Foto: dpa
Die Bildkombo zeigt die verschiedenen Phasen der totalen Mondfinsternis, aufgenommen am Himmel über Marktoberdorf (Schwaben) in der Nacht zum 4. März 2007.
Foto:
dpa
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Mondansichten von Künstlern
Bildergalerie ( 12 Bilder )
Mondansichten von Künstlern
Albrecht Dürer; Das Marienleben (Titelblatt); 16. Jahrhundert; Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Jakob Philipp Hackert; Hafen im Mondschein; 1773; Öl auf Leinwand; Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Felix Vallatton; Mondschein; 1895; Öl auf Leinwand; Musée
d'Orsay.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Galileo Galilei; Sidereus Nuncius; 1610 Venedig; Universitäts- und
Landesbibliothek, Münster.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Jean-Francois Millet; Schafherde im Mondschein; 1872; Öl auf Leinwand; Musée d'Orsay.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Sharon Harper; Moon Studies and Star Scratches, No. 5; 2005; C-Print; Galerie Stefan Röpke.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Caspar David Friedrich; Einsames Haus am Kiefernwald; um 1830/37; Öl auf Leinwand; Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Michael Light; Der Mond aus 1600 km Entfernung - von Apollo 16 aus gesehen; fotografiert von Kenneth Mattingly, 100 x 100 cm; digitaler C-Print; Galerie Wiesehöfer.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Neil Armstrong; Buzz Aldrin auf dem Mond; 1969; Farbfotografie; The Stephen White Collection II.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Edouard Monet; Mondschein über dem Hafen von Boulogne; 1869; Öl auf Leinwand; Musée d'Orsay.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Adolph Menzel; Mondschein über der Friedrichsgracht im alten Berlin;
um 1855; Öl auf Leinwand; Nationalgalerie, Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Foto: Wallraff-Richartz-Museum
Dass der Mond seit jeher für die Fantastereien schlafloser Erdenbewohner herhalten muss, spielt in der Ausstellung "Der Mond" im Wallraff-Richartz-Museum in Köln eher am Rande eine Rolle. Im Bild: "Brücke durch eine Höhle"; Joseph Wright of Derby; 1791.
Foto:
Wallraff-Richartz-Museum
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Jupiter nicht mit Venus verwechseln
Vom Morgenhimmel zieht sich Jupiter zurück. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kommt er in den Fischen zum Stillstand und kehrt seine Bewegungsrichtung um. Jupiter ist nicht mit der Venus zu verwechseln, die ihn an Helligkeit deutlich übertrifft. Allerdings ist die Venus noch nicht besonders auffällig: Sie ist nur kurze Zeit in den frühen Abendstunden tief am Südwesthimmel zu erkennen. Der Mars dagegen wird zu einem auffälligen Gestirn am Nachthimmel. Die Erde beginnt ihn einzuholen und kommt ihm immer näher, die Marshelligkeit nimmt im Laufe des Dezembers merkbar zu.
Der Rote Planet wandert durch den Löwen und erscheint dann gegen 23 Uhr auf der östlichen Himmelsbühne. Saturn zeigt sich am Morgenhimmel. Der ringgeschmückte Planet hält sich im Sternbild Jungfrau auf und geht zu Monatsbeginn kurz vor 4 Uhr morgens auf. Zu Silvester erfolgt der Saturnaufgang schon um 2.10 Uhr. Der flinke Merkur taucht zum Jahresausklang ebenfalls am Morgenhimmel auf.
Am 23. erreicht der Planet mit knapp 22 Grad seinen größten westlichen Winkelabstand von der Sonne. In den Tagen vom 17. bis 25. ist Merkur in der beginnenden Morgendämmerung als fahler, gelblicher Lichtpunkt knapp über dem Südosthorizont zu sehen.
Geminiden verschicken Sternschnuppen vor Weihnachten
Zwei Sternschnuppenströme machen sich im Dezember bemerkbar. Vom 7. bis 17. flammen die Meteore der Geminiden auf. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild Zwillinge. Das Maximum ist am 13. in den Morgenstunden zu erwarten, bis zu 120 Sternschnuppen huschen dann über das nachtdunkle Firmament. Die beste Beobachtungszeit sind die Stunden von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens.
Die Ursiden bescheren uns vom 17. bis 26. zahlreiche Sternschnuppen. Ihr Radiant liegt im Kleinen Bären. In der Nacht vom 22. auf 23. stellt sich ihr Höhepunkt ein. Allerdings sind pro Stunde lediglich zwanzig Ursidenmeteore zu erwarten. Lieferant der Ursiden ist der Komet 8P/Tuttle.
Am Fixsternhimmel ist die Umstellung auf den Winter zu merken. Außer Perseus, der noch hoch im Süden seinen Platz einnimmt, sind alle Herbstbilder in die westliche Himmelshälfte gerückt. Auch der Widder hat seinen Meridiandurchgang hinter sich, blickt man um 22 Uhr zum Sternenhimmel. Am Osthimmel sind alle Wintersternbilder vertreten. Unübersehbar leuchtet das Wintersechseck, das sich aus den hellen Sternen Kapella im Fuhrmann, Rigel im Orion, Sirius im Großen und Prokyon im Kleinen Hund sowie Pollux in den Zwillingen zusammensetzt.
Die markante Figur des Himmelsjägers Orion ist kaum zu übersehen. Der bläuliche Sirius funkelt als hellster Fixstern auffällig im Südosten. Die Sonne wechselt am frühen Abend des 18. aus dem Schlangenträger in das Sternbild Schütze, in dem sie am 22. exakt um 6.30 Uhr ihren Jahrestiefststand einnimmt – die Wintersonnenwende tritt ein. Der Winterpunkt markiert den Beginn des Tierkreiszeichens Steinbock, weshalb man auch vom Wendekreis des Steinbocks spricht. Der 22. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres. (dpa)