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Sternenhimmel im Januar: Sternschnuppen zu Neujahr

In keiner anderen Jahreszeit ist das abendliche Sternenzelt so reich bestückt an Glanzlichtern wie im Winter. Hingucker im Januar: Der Mond gesellt sich zum Jupiter und später zur Venus. In der ersten Januarwoche lassen sich zudem viele Sternschnuppen entdecken.

Blick in den Himmel von der Volkssternwarte Bockenheim in Frankfurt aus.
Blick in den Himmel von der Volkssternwarte Bockenheim in Frankfurt aus.
Foto: Renate Hoyer
Stuttgart –  

Der winterliche Abendhimmel bietet die meisten hellen Sterne. Gegen 22 Uhr ist im Januar am Südhimmel der mächtige Himmelsjäger Orion mit den hellen Sternen Beteigeuze und Rigel zu erblicken. Im Südosten folgt der Große Hund mit Sirius, dem hellsten Fixstern des gesamten Firmaments. Sirius funkelt unübersehbar in einem bläulich-weißen Licht.

Rigel und Sirius bilden zwei Punkte des Wintersechsecks, zu dem noch die hellen Sterne Prokyon im Kleinen Hund, Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und der rötlich-gelbe Aldebaran im Stier gehören. Die gelbe Kapella bildet die Spitze des Wintersechsecks und steht fast senkrecht über unseren Köpfen.


Foto: dpa-infografik

Jupiter strahlt in der ersten Nachthälfte

Tief im Osten erscheint das Frühlingssternbild Löwe mit seinem hellen, bläulichen Hauptstern Regulus, während weit im Westen das Pegasusquadrat, auch als Herbstviereck bekannt, kurz vor seinem Untergang steht. Jupiter ist strahlender Planet der ersten Nachthälfte. In der Nacht vom 2. auf 3. Januar zieht der zunehmende Mond nördlich am Riesenplaneten vorbei - ein auffälliger Anblick. Bei seiner monatlichen Tour kommt der Mond am 30. abends ein zweites Mal an Jupiter vorbei.

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Venus eröffnet den Jahresreigen als hell strahlender Abendstern. Sie ist bereits in der Dämmerung knapp über dem Südwesthorizont zu sehen. Bald nach 19 Uhr geht sie zu Monatsbeginn unter, Ende Januar dann eineinhalb Stunden später. Am frühen Abend des 26. gesellt sich die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zum Planeten der Liebesgöttin. Mars im Sternbild Löwe beherrscht die zweite Nachthälfte. Der Rote Planet nimmt deutlich an Helligkeit zu und erscheint Ende Januar bereits gegen 21 Uhr auf der östlichen Himmelsbühne.

Merkur nur drei Tage zu sehen

Saturn im Sternbild Jungfrau zeigt sich am Morgenhimmel im Osten. Geht der Ringplanet zu Jahresanfang um 2 Uhr morgens auf, so erfolgt sein Aufgang am Monatsletzten schon eine Viertelstunde nach Mitternacht. Erfahrene Beobachter können den flinken Merkur in den ersten drei Januartagen mit einem Fernglas in der Morgendämmerung knapp über dem Südosthorizont erspähen. Den restlichen Monat über bleibt Merkur unsichtbar.

Sternschnuppen zu Jahresbeginn

In der ersten Januarwoche flammen Meteore auf. Die Sternschnuppen der Quadrantiden scheinen dem Sternbild Bootes oder Rinderhirten zu entströmen. Das Maximum ist in der Nacht vom 3. auf 4. Januar zu erwarten, wobei bis zu 200 Meteore pro Stunde aufleuchten können. Sie haben mittlere Geschwindigkeiten von vierzig Kilometern pro Sekunde.

Am 9. Januar tritt exakt um 8.30 Uhr die Vollmondphase ein, wobei der hell glänzende Vollmond im Sternbild Zwillinge steht. Die Neumondposition wird am 23. Januar um 8.39 Uhr erreicht. Die Erde passiert am 5. Januar morgens 1 Uhr ihren sonnennächsten Bahnpunkt, sie ist dann 147 Millionen Kilometer vom Zentralgestirn entfernt. Anfang Juli trennen uns 152 Millionen Kilometer von der Sonne.

Die Sonne wandert entlang des aufsteigenden Astes ihrer Jahresbahn und wechselt am 20. Januar mittags aus dem Sternbild Schütze in das Sternbild Steinbock. Am gleichen Tag tritt sie nachmittags in das Tierkreiszeichen Wassermann. Die Tageslänge nimmt im Januar um gut eine Stunde zu, die Mittagshöhe der Sonne steigt um knapp sechs Grad. (dpa)

Autor:  Hans-Ulrich Keller
Datum:  20 | 12 | 2011
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