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Astronomie und Raumfahrt

07. Dezember 2015

Sternschnuppen Geminiden: Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde

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Eine Sternschnuppe in der Abenddämmerung. (Archivbild)  Foto: REUTERS

Alle Jahre wieder erfreut der Sternschnuppen-Strom der Geminiden in der Adventszeit die Sternengucker. Das Maximum am Abend des 14. Dezember verspricht bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde - wenn man eine Wolkenlücke findet.

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Wer in einer sternenklaren Nacht bis Mitte Dezember den Nachthimmel beobachtet, kann mit etwas Glück zahlreiche Sternschnuppen sehen. Die Geminiden, ein besonders starker Meteor-Strom, sind jedes Jahr vom 4. bis 17. Dezember aktiv, das Maximum des Sternschnuppenstroms findet immer um den 14. Dezember herum statt. Bis zu 120 Meteore können aufmerksame Beobachter dann pro Stunde entdecken, wenn die Sicht und der Standort gut sind. "Die Geminiden sind momentan eigentlich der ergiebigste Strom der Sternschnuppen", erklärt Sirko Molau von der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Heppenheim der Nachrichtenagentur dpa.

Wenn das Wetter mitspielt, können sich Sternengucker auf ein beeindruckendes Himmelsspektakel freuen, denn das Licht des Mondes stört die Beobachtungen nicht. Am 11. Dezember ist Neumond - der Mond ist daher überhaupt nicht zu sehen. In der Nacht des Maximums (14. Dezember um etwa 19 Uhr) steht nur eine schmale Mondsichel am Nachthimmel. Ein größerer Störfaktor dürften Wolken sein. Nach aktuellen Wettervorhersagen hat man nur im Süden Deutschlands gute Chancen auf klaren Himmel.

Beobachten kann man die Geminiden wie alle Sternschnuppen-Ströme mit bloßem Auge: sie scheinen aus dem Sternbild Zwillinge (lateinisch: Gemini), nach dem sie auch benannt sind, zu strömen. Das Sternbild Zwillinge geht am frühen Abend im Osten auf, wandert im Laufe der Nacht nach Süden und sinkt dann in Richtung Westen wieder zum Horizont hinunter. Das bedeutet: Die Geminiden sind die ganze Nacht über zu beobachten. Wer jedoch das Maximum des Geminiden-Stroms am 14. Dezember gegen 19 Uhr beobachten möchte, sollte einen möglichst freien Blick nach Osten haben. Denn zu diesem Zeitpunkt steht das Sternbild Zwillinge noch sehr niedrig am Himmel - stellen sich dem Beobachter Bäume oder Häuser in den Weg, könnte er einen Teil der Sternschnuppen verpassen.

Wer von Sternschnuppen nicht genug bekommen kann, sollte auch rund um die Weihnachtsfeiertage die Augen aufhalten: Der Meteor-Strom der Ursiden knüpft quasi nahtlos an die Geminiden an und ist vom 17. bis 26. Dezember aktiv. Sein Maximum hat er in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember gegen 3.30 Uhr. Auch die Ursiden sind nach dem Sternbild benannt, aus dem die Sternschnuppen zu strömen scheinen. In diesem Fall ist es ein so genanntes zirkumpolares Sternbild, das jede Nacht am Himmel zu sehen ist: Der Kleine Bär (lateinisch: Ursa Minor). Allzu viel sollte man sich von den Ursiden im Vergleich zu den Geminiden jedoch nicht erhoffen: Das Maximum liegt bei etwa zehn Sternschnuppen pro Stunde.

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