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Weltraumschrott: "Zu 99 Prozent entsteht kein Schaden"

Sabine Göge, die Srecherin des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums, über die Gefahren beim Absturz eines Satelliten auf die Erde.

Sabine Göge
Sabine Göge
Foto: Privat

Wenn der tonnenschwere Satellit Rosat zurück auf die Erde stürzt, können Trümmerteile auch auf Deutschland niedergehen. Sollen die Menschen zuhause bleiben?

Nein. Die Leute können ganz normal ihren Geschäften nachgehen und brauchen sich um den Satelliten nicht zu kümmern. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass die Trümmer einfach in den Pazifik stürzen.

Was wenn nicht?

Die Wahrscheinlichkeit, dass beim Absturz von Rosat kein Schaden entsteht, liegt bei mehr als 99 Prozent. Die Möglichkeit, dass ein Mensch getroffen wird, ist verschwindend gering.

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Ist das schon einmal passiert?

In der Geschichte der Raumfahrt ist kein einziger Fall bekannt, bei dem ein Lebewesen von Weltraumschrott getroffen wurde. Der Legende nach gab es mal eine Kuh in Kuba, die von einem Trümmer erschlagen wurde. Aber das gehört wohl ins Reich der Märchen.

Es können ja aber auch Häuser oder Autos getroffen werden. Wer haftet im Schadensfall?

Rosat war eine gemeinsame Mission von Deutschland, Großbritannien und den USA. Die Länder haben vereinbart, dass sie im Schadensfall gemeinsam haften.

Darf man gefundene Trümmer behalten?

Nein. Der Satellit und damit auch eventuell auftauchende Trümmerteile sind Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und der beteiligten Partnerländer. Sie gehören in ein Museum – denn es ist äußerst selten, dass man überhaupt etwas wieder findet.

Sabine Göge ist Sprecherin des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR). Das Zentrum ist für die deutschen Raumfahrtmissionen zuständig.

Autor:  Maurice Farrouh
Datum:  19 | 10 | 2011
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