Sabine Göge, die Srecherin des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums, über die Gefahren beim Absturz eines Satelliten auf die Erde.
Sabine Göge
Foto: Privat
Sabine Göge
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Wenn der tonnenschwere Satellit Rosat zurück auf die Erde stürzt, können Trümmerteile auch auf Deutschland niedergehen. Sollen die Menschen zuhause bleiben?
Nein. Die Leute können ganz normal ihren Geschäften nachgehen und brauchen sich um den Satelliten nicht zu kümmern. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass die Trümmer einfach in den Pazifik stürzen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass beim Absturz von Rosat kein Schaden entsteht, liegt bei mehr als 99 Prozent. Die Möglichkeit, dass ein Mensch getroffen wird, ist verschwindend gering.
Guckloch ins Universum
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Unbemerkt von den Erdenbürgern sind Sonden, Teleskope und kleine Roboter wie Phoenix dabei, die Tiefen des Weltalls zu erforschen. Von Zeit zu Zeit senden sie Bilder zur Erde: Kleine Gucklöcher in unendliche Weiten. Das Bild kommt von einer Kamera, die deutsche Forscher vom Max-Planck-Institut entwickelt haben.
Foto: DLR
Die acht Planeten unseres Sonnensystems, außerdem der Zwergplanet Ceres. Wie Pluto, der hinter Neptun um die Sonne kreist, ist Ceres nach der neuen Begriffsdefinition der Internationalen Astronomischen Union von 2006 kein "Planet".
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Dieser Bildausschnitt einer Infrarot-Aufnahme des Spitzer-Teleskops zeigt ein "Familienporträt" ungezählter Sternengenerationen: Die ältesten Sterne sind als blaue Punkte zu erkennen, schwerer zu identifizieren sind die pinkfarbenen "Neugeborenen" im Sternenkreissaal.
Diese sternenbildende Region - von Wissenschaftlern unromantisch W5 genannt - hat das Teleskop Spitzer im Sternenbild Cassiopeia entdeckt, in einer Entfernung von 6500 Lichtjahren.
Diese schillernde Glut eines sterbenden Sternes hat das Spitzer-Teleskop der Nasa aufgenommen. Der Donut-förmige Ring besteht aus Material, das der Stern im Sterbeprozess herausschleuderte.
Foto: dpa
Im riesigen Trifid-Nebel, 5400 Lichtjahre von der Erde entfernt, entstehen aus Gas und Staub neue Sterne. Das Spitzer-Teleskop der Nasa schoss diese Foto der galaktischen Geburtsstube.
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Der Plejaden-Sternhaufen, auch "Die sieben Schwestern" genannt, kann nachts mit dem bloßen Auge gesehen werden. Mit dem Teleskop kommen allerdings die Farben besser zur Geltung.
Foto: REUTERS
Wie ein rotes Age blickt der Helix-Nebel auf diesem Infrarot-Foto dem Betrachter entgegen. Er befindet sich 700 Lichtjahre entfernt im Aquarius-Sternbild.
Foto: NASA/JPL-Caltech/K. Su
Seine Ähnlichkeit mit einem irdischen Kontinent brachte diesem Nebel den Titel Nordamerika ein. Eine Kombination aus normalem und infrarotem Foto sorgt für die spektakuläre Farbgebung.
Foto: AFP
Dieser Babystern konnte in seiner vollen Schönheit erst durch die Infrarotdetektoren des Spitzer-Teleskops aufgenommen werden.
Foto: REUTERS
Saturn und seine Ringe: Wie diese entstanden sind, ist eines der großen Rätsel der Astronomie. Möglicherweise sind sie die Überreste eines Saturn-Mondes, der vor 4,5 Milliarden Jahren spurlos verschwand.
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Eine der größten und schärfsten Aufnahmen des Hubble-Teleskops: Die Whirlpool-Galaxie
Foto: Reuters
Je nach Farbgebung werden Aufnahmen von Spiralgalaxien zu wahren Kunstwerken.
Foto: picture-alliance/Picture Press/N
Die von der Europäischen Südsternwarte veröffentlichte Aufnahme zeigt den mehrere tausend Lichtjahre entfernten Trifid-Nebel im Sternbild Schütze. Der Name Trifid stammt von dem lateinischen Wort trifidus (dreigeteilt, dreigespalten), da dunkle Staubstreifen das glühende Herz der Sternen-Geburtsstätte dreiteilen.
Foto: dpa
Im Sternbild Schlangenträger haben Astronomen die Vorboten einer kosmischen Karambolage fotografiert: 400 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt rasen die Kerne zweier verschmelzender Galaxien aufeinander zu und werden unausweichlich miteinander kollidieren.
Foto: dpa
Diese Sternen-Geburt zeichnete das Hubble-Teleskop in der Spiralgalaxie M83 auf. Wem technische Abkürzungen nicht liegen, der mag sie bei ihrem Spitznamen Südliches Feuerrad nennen.
Foto: dpa
Das Foto des Weltraumteleskops Hubble zeigt einen Ausschnitt aus dem Irisnebel im Sternbild Kepheus. Der 1400 Lichtjahre entfernte Nebel besteht aus Staubkörnchen, die zehn bis hundert Mal kleiner sind als gewöhnlicher Hausstaub.
Foto: dpa
Dieses Bild wurde aus optischen und Röntgen-Aufnahmen verschiedener Teleskope zusammengefügt. Es zeigt einen Ring aus schwarzen Löchern, 430 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.
Foto: AFP
Diese Gruppe von Galaxien, Arp 273 genannt, nahm das Weltraumteleskop Hubble für die Nasa auf. Die größere Spiralgalaxie nennen Wissenschaftler UGC 1810.
Foto: dapd
In diesem Sternennebel befindet sich die hellste Gruppe junger Sterne unserer Milchstraße. Die Sternenwiege produziert immer neue Youngster.
Foto: dpa
Auch diese Sternen-Wolke, verbunden mit dem Rosetten-Nebel, bringt laufend neue Babysterne hervor - 5000 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Foto: AFP
In dieser hell strahlenden Galaxie mit einem kleinen Schwarzen Loch existiert noch kein Staub, sondern nur Gas. Forscher vermuten, dass er erst kurz nach dem Urknall entstanden ist, als im Universum vorwiegend Wasserstoff zu finden war.
Foto: ddp/NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC)
Bizarre Räume eröffnen die Teleskope im Weltraum dem Menschen - dieses Bild aus dem Krebs-Nebel ergänzte ein Künstler um einen Pulsar ergänzt.
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AFP/David A. Aguilar (CfA) / NASA / ESA
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Ist das schon einmal passiert?
In der Geschichte der Raumfahrt ist kein einziger Fall bekannt, bei dem ein Lebewesen von Weltraumschrott getroffen wurde. Der Legende nach gab es mal eine Kuh in Kuba, die von einem Trümmer erschlagen wurde. Aber das gehört wohl ins Reich der Märchen.
Es können ja aber auch Häuser oder Autos getroffen werden. Wer haftet im Schadensfall?
Rosat war eine gemeinsame Mission von Deutschland, Großbritannien und den USA. Die Länder haben vereinbart, dass sie im Schadensfall gemeinsam haften.
Darf man gefundene Trümmer behalten?
Nein. Der Satellit und damit auch eventuell auftauchende Trümmerteile sind Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und der beteiligten Partnerländer. Sie gehören in ein Museum – denn es ist äußerst selten, dass man überhaupt etwas wieder findet.
Sabine Göge ist Sprecherin des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR). Das Zentrum ist für die deutschen Raumfahrtmissionen zuständig.