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Weltraumschrott: Marssonde Phobos ins Meer gestürzt

Seit Monaten kreist die defekte russische Raumsonde "Phobos Grunt" führungslos im All. Am Sonntag stürzt sie wie von Raumfahrtexperten befürchtet auf die Erde. Die Trümmer landen aber zum Glück im Pazifischen Ozean.

Im Oktober war die Raumsonde Phobos Grunt noch intakt. Jetzt sind ihre Trümmer im Pazifik gelandet.
Im Oktober war die Raumsonde "Phobos Grunt" noch intakt. Jetzt sind ihre Trümmer im Pazifik gelandet.
Foto: AFP/Archiv

Die defekte russische Raumsonde „Phobos-Grunt“ ist am Sonntag wie erwartet unkontrolliert auf die Erde gestürzt. Trümmer des 120-Millionen-Euro teuren Apparats schlugen in den südlichen Pazifik ein, 1.250 Kilometer westlich der zu Chile gehörenden Insel Wellington, berichteten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Moskauer Verteidigungsministerium. Die Raumfahrtbehörde Roskosmos hatte zuvor nicht ausgeschlossen, dass Trümmer über Südeuropa niedergehen könnten.

Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitierte allerdings auch russische Experten, wonach sich die abstürzenden Trümmer über ein weit größeres Gebiet verstreut hätten: Vom Atlantik ausgehend sei auch Brasilien betroffen gewesen, hieß es.

Teuerste Weltraum-Mission Russlands

Die Marssonde Phobos-Grunt galt als teuerste und ehrgeizigste Weltraummission Russlands seit dem Ende der Sowjetunion. Die Sonde war am 9. November vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet und sollte auf dem Marsmond Phobos landen.

Dort sollte sie Proben entnehmen und zurück zur Erde bringen. Offenbar wegen eines Programmierfehlers blieb die Sonde aber in der Umlaufbahn der Erde stecken. (dpa/dapd)

Datum:  15 | 1 | 2012
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