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22. März 2016

EC Bad Nauheim: Für Ortwein beginnt jetzt die Arbeit

 Von Manuel Schubert
Ab in die Ferien: Für die Bad Nauheimer Eishockey-Cracks ist die Saison vorbei.  Foto: Storch

Der Geschäftsführer des EC Bad Nauheim werkelt an der Mannschaft für die nächste Eishockey-Saison.

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Natürlich hat es Andreas Ortwein wieder so gemacht wie jedes Jahr. In weiser Voraussicht reichte der ehrenamtliche Geschäftsführer des EC Bad Nauheim bei seinem eigentlichen Arbeitgeber – einem Gießener Logistikdienstleister – rechtzeitig zehn Tage Urlaub ein, um sich nach Saisonende voll und ganz aufs Eishockey konzentrieren zu können. Denn während Ortweins Zweitligaprofis zum Wochenende hin in den verdienten Sommerurlaub aufbrechen und zurück zu ihren Familien jetten, nach Finnland, Schweden, Kasachstan oder Kanada, nach Bad Tölz, Duisburg oder Berlin, geht für den Geschäftsführer die Arbeit erst richtig los.

Abschlussfeier am Donnerstag

Am Sonntagabend hatte der 38- Jährige die Mannschaft noch nach Ravensburg begleitet, wo die 0:3-Niederlage gegen die Towerstars für den EC das Aus im Playoff-Viertelfinale besiegelte. „Ein bisschen schade“, sei das, sagt Ortwein, doch man habe den Oberschwaben „in fünf Spielen einen großen Kampf geliefert“. Für große Trauer blieb ohnehin nicht viel Zeit. Am Montagmorgen klebte Ortwein schon wieder am Telefon, es galt einiges zu organisieren.

Am Donnerstag soll es im Bad Nauheimer Eisstadion eine große Saisonabschlussfeier mit Mannschaft und Fans geben, kommende Woche stehen die Festlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des Vereins an, und auch das Wettbieten auf dem Transfermarkt ist bereits in vollem Gange. Zur Feier mit den Fans sollen bereits die ersten Vertragsverlängerungen bekanntgegeben werden.

Ortwein hat in enger Zusammenarbeit mit Trainer und Sportdirektor Petri Kujala seine Hausaufgaben gemacht. Schon seit November wurden erste Gespräche geführt. Zugute kam den Verwaltern der Klubgeschicke dabei, dass sich früh abzeichnete, dass der EC diesmal nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben würde. Vorige Saison mussten die Wetterauer noch bis zum letzten Spieltag bangen, ob sie denn nun in den Playdowns oder den Pre-Playoffs landen. Nun beendeten sie die Hauptrunde auf einem starken sechsten Platz. Das habe für „große Planungssicherheit“ gesorgt, sagt Ortwein.

Andreas Ortwein nutzt einen Teil seines Urlaubs, um die nächste Saison zu planen.  Foto: Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Im Gegensatz zum Vorjahr, wo fast die komplette Mannschaft ausgewechselt wurde, will Ortwein diesmal „den Kern zusammenhalten“. Das verwundert nicht, denn Kujala hatte mit seinen Transfers ohnehin alles aus dem begrenzten Budget herausgeholt. Das Team ist jung und hungrig und präsentierte sich als Einheit. Bleibt die erfolgreiche Truppe zusammen? „Ich denke, das wird uns gelingen“, sagt Ortwein. Bekannt ist bislang, dass Stürmer Dusan Frosch und Torwart Mikko Rämö Arbeitspapiere für die neue Spielzeit besitzen, im Hintergrund sei man jedoch „schon viel weiter“, als die Öffentlichkeit wisse, so der Geschäftsführer.

Klar sei jedoch auch, dass man den einen oder anderen Spieler „an die besser betuchte Konkurrenz“ verlieren werde. Die vorher nicht gerade prominenten Kontingentspieler Nick Dineen und Dustin Cameron haben aufhorchen lassen, als fast schon sicherer Abgang gilt dazu Verteidiger Joel Keussen, der während der Playoffs schon mehr für sein eigenes Portfolio statt für die Mannschaft zu spielen schien. Auch Stürmer Andreas Pauli dürfte bei einigen Teams auf dem Zettel stehen, war er doch schon im Vorjahr einer der begehrtesten U23- Spieler. „Unsere jungen Spieler haben eine sehr gute Entwicklung genommen“, freut sich Ortwein.

Ja, der Erfolg weckt eben auch Begehrlichkeiten. Der Geschäftsführer rechnet dennoch mit einem „überschaubaren Austausch“. In den kommenden zwei Wochen wird er alle Spieler nach und nach in sein Büro einladen und mit ihnen die Chancen auf eine künftige Zusammenarbeit ausloten. Genug Zeit dafür hat Andreas Ortwein ja jetzt.

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