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17. Dezember 2012

Frankfurter Festhallenturnier: Schon wieder Ahlmann

 Von Katja Sturm
Unter Christian Ahlmann nimmt Lorena die höchsten Hürden. Foto: Michael Schick

Der Weltranglistenerste im Springreiten gewinnt auf Lorena zum dritten Mal den Großen Preis von Hessen.

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Es war Christian Ahlmann schon ein wenig unangenehm gewesen. Zwei Tage lang hatten ihn die Sprecher vor jeder größeren Springprüfung in der Frankfurter Festhalle als Spitzenreiter des weltweiten Rankings angekündigt, nie verliefen die Ritte des Westfalen wunschgemäß. „Die Zuschauer dachten wahrscheinlich, ich bin der Weltranglistenerste im Stangenweitwurf“, witzelte der sonst eher ernste Mann aus Marl.

86.000 Preisgeld

Doch im finalen Akt fand der ab heute 38-Jährige in den Lauf zurück, der ihn seit Wochen begleitet. Wie schon 2004 und 2011 gewann Ahlmann den mit 86.000 Euro dotierten Großen Preis von Hessen. Im Stechen der 14 fehlerfreien Paare des ersten Umlaufs war er auf seiner zehnjährigen Stute Lorena bei seinem makellosen Ritt in 36,65 Sekunden schneller als die gesamte, vom Niederländer Jur Vrieling auf Bubalu (37,68) und der Australierin Amy Graham auf Bella Baloubet (38,83) angeführte Konkurrenz.

„Lorena ist ein absolutes Traumpferd“, schwärmte der deutsche Championatsreiter. Zur Siegerehrung durfte die Stute, die erst seit diesem Jahr die ganz großen Hürden nimmt, dennoch nicht mit. „Ich habe es ein paar Mal versucht“, erzählte der Reiter, „aber das klappt nicht.“ Zu nervös sei die Dame, die deshalb einem Stallgefährten den Vortritt lassen musste, als Ahlmann sich das gewonnene Auto im Wert von 25.000 Euro abholte. Jetzt müsse er nur noch jemanden suchen, der dieses nach Hause fährt. Dort, in der Nähe von Münster, feiert Ahlmann nach seinem heutigen Geburtstag in ein paar Tagen das erste Weihnachtfest mit Söhnchen Leon. Dabei kann er darauf anstoßen, von Platz 300 in der Statistik der weltbesten Reiter, auf den er nach seiner Sperre nach dem Nachweis von Capsaicin bei seinem Erfolgspferd Cöster 2008 in Hongkong gefallen war, sich erstmals ganz nach oben gearbeitet zu haben. Mit gutem Management seiner Toppferde hofft der Olympiateilnehmer, diese besondere Position möglichst lange verteidigen zu können.

Positives Fazit

Zuvor hatten die Veranstalter ein positives Fazit des viertägigen Pferdesport-Events gezogen, das bei seiner 41. Auflage in einigen Belangen verändert worden war. Laut Paul Schockemöhle, der mit seiner Agentur PST Kaspar Funke als langjährigen Veranstalter abgelöst hatte, hatten etwa 43300 Zuschauer dem Tanz der Pferde im Viereck und ihren gewaltigen Sprüngen über die von Heimkindern gestalteten Hindernisse beigewohnt. Nicht nur die erstmals in blassem Lila statt weihnachtlichem Rot gehaltene Dekoration sorgte dabei für Diskussionen. Schockemöhle erklärte, man dürfe mit dem Turnier zufrieden sein, aber nie glauben, gleich alles richtig gemacht zu haben.

So schlug Kürsiegerin Nadine Capellmann vor, das auf alle Turniertage verteilte Dressurprogramm zu komprimieren. Zudem soll die national ausgeschriebene Große Tour mit wahlweise Spécial oder Kür 2013 wieder international ausgeschrieben werden. Ob nach dem Entzug des Weltcups die Besetzung dann wieder stärker sein wird, bleibt abzuwarten. Der Europameisterschaftsdritte Patrik Kittel aus Schweden oder die Dänin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein hatten ihr Kommen diesmal krankheitsbedingt erst kurzfristig abgesagt.

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