Diesmal soll es für die Fußballjunioren von Eintracht Frankfurt in der Bundesliga Süd/Südwest besser laufen. Nachdem sowohl die U19 als auch die U17 in der vergangenen Spielzeit gegen den Abstieg kämpfen mussten, wollen sich die Verantwortlichen des Nachwuchses in der am Samstag beginnenden Runde viel weiter nach oben orientieren. "Wir peilen mit der U19 einen Platz unter den ersten Sechs an", sagt Armin Kraaz. Bei der U17 mit ihrem neuen Trainer Alexander Schur ist der Sportliche Leiter sogar noch zuversichtlicher: "Da können wir ganz weit vorne landen."
Allerdings hatte Kraaz auch vor der vergangenen Saison optimistische Ziele formuliert. "Vergangene Saison waren die Probleme hausgemacht", gesteht er. Die U19 habe zu viele Spieler für die U23 abgestellt. Dadurch sei viel Unruhe im Team gewesen. "Aber wir haben immerhin noch die viertbeste Rückrunde aller Teams gespielt. Das zeigt, das die Mannschaft Potenzial hat", so Kraaz.
Dank Marcos Alvarez und Cenk Tosun verfügt die U19, die am Samstag (11 Uhr) beim SC Freiburg in die Saison startet, über einen eingespielten Sturm, der bei den Profis mittrainiert. "Wir rechnen mit vielen Einsätzen der beiden", sagt Kraaz. Denn der aufgeblähte Kader der Profis dürfte die U19 vor vielen Abstellungen für das Regionalligateam bewahren.
Die U17 der Eintracht, die am Samstag (13 Uhr) am Riederwald den ebenfalls auf Freiburg trifft, hat durch ihre gute Vorbereitung auf sich aufmerksam gemacht. "In den Testspielen haben wir alle geschlagen", so Kraaz. Das Team habe den Vorteil, dass ein Stamm von sechs bis sieben Spielern bereits in der vergangenen Saison in der Junioren-Bundesliga gespielt habe. Den Optimismus lässt sich Kraaz auch nicht dadurch nehmen, dass in dem ehemaligen Profi Schur, der zuletzt Co-Trainer der U23 war, ein Trainernovize die U17 betreut.
Meister Mainz ohne Trainer
Gespannt darf man auch sein, wie sich der U19-Titelträger schlägt. Nachdem Meistertrainer Thomas Tuchel Jörn Andersen bei den Profis beerbt hat, steht die U19 des FSV Mainz 05 ohne Übungsleiter da. "Das ist ein ganz herber Verlust, aber natürlich auch eine Bestätigung unserer Arbeit", sagt Jugendkoordinator Volker Kersting. Kommissarisch sollen zunächst der bisherige Co-Trainer Sören Hartung und der Sportliche Leiter Stefan Hofmann das Team in die Saison führen, bis ein Nachfolger für Tuchel gefunden ist. Sieben Spieler der Meistermannschaft sind dem Juniorenbereich entwachsen, der nachrückende Jahrgang ist in der U17 aus der Bundesliga abgestiegen. Mit der aktuellen Mischung, die am Samstag (11 Uhr) bei Bayern München gastiert, hält es Kersting für "illusorisch", den Titel zu verteidigen: "Wir wollen eine gute Rolle spielen und sind zuversichtlich."
Noch bescheidener sind die Ansprüche von U19-Aufsteiger Darmstadt 98. In der Relegation hatten sich die Lilien gegen den 1.FC Saarbrücken durchgesetzt. Um die Klasse zu halten, hat sich der Aufsteiger mit sieben Neuzugängen verstärkt. "Darunter sind einige Spieler, die auch schon Junioren-Bundesliga gespielt haben", betont Björn Kopper, der in der vergangenen Saison noch die U17 trainierte und das Amt nun von Aufstiegscoach Zivojin Juskic übernimmt. In der Vorbereitung konnte der Regionalliga-Nachwuchs, der am Samstag (15 Uhr) den Karlsruher SC erwartet, immerhin Teams wie den 1.FC Köln besiegen (3:1). "Wir sind sehr zuversichtlich, die Klasse halten zu können", sagt Kopper.