Mit 68:58 Punkten besiegten die Fastprofis aus Wetzlar in einem spannenden Finale das quasi ebenbürtige Team des RSC Zwickau. Außen vor waren die Mainhattan Skywheelers vom veranstaltenden RSC Frankfurt deshalb jedoch nicht. Mit 54:48 Punkten wurde der USC München heim in die bayerische Landeshauptstadt geschickt. Ausgestattet mit acht Pokalsiegen, die jedoch so lange her sind, dass sie gar nicht mehr wahr sind, konnte der Universitätssportklub aus Schwabing von seiner erfolgreichen Historie nicht profitieren.
„Wir sind quasi deutscher Amateurpokalsieger geworden“, sagte RSC-Teammanager Pierre Fontaine zum dritten Platz der Skywheelers, die mit zahlreichen Nationalspielern bestückt sind. Gemeinsam mit den Leistungsträgern der Wetzlarer wird diese Hessenpower im neu geschaffenen paralympischen Trainingsstützpunkt vor Ort ihr gemeinsames Profil suchen. Schon im September, bei der Europameisterschaft in Israel, könnte das Ergebnis der Vereinsvernetzung die erhoffte Dynamik entfalten: Vor allem die Frauen, die sich im WM-Finale 2010 gegen die USA geschlagen geben mussten, haben eine reelle Titelchance.
In Frankfurt läuft die Neuplanung für die kommende Bundesligasaison. Nach einem Trainer wird genauso Ausschau gehalten wie nach neuen Spielern, die mutmaßlich aus dem Ausland eingekauft werden. Der Rückhalt durch die Stadt und Sportamtsleiter Georg Kemper sei dabei wichtig. „Wir vertreten Frankfurt nach außen, und die Stadt unterstützt uns. Wir konnten einen Defizitausgleich aushandeln“, beschrieb Fontaine die treffliche Lage und verwies auf die Leistungsdichte bei den Skywheelers. Die hätten trotz etlicher Ausfälle und einer Auffüllung des Teams beim Pokalfinale mit Spielerinnen aus der zweiten Reihe einen hervorragenden Job gemacht.
„In den vergangenen Wochen hatten wir Pech mit Verletzungen und banalen Infekten.“ Das eigentlich übergangsmäßig von der ehemaligen Nationalspielerin Nora Schratz geführte Team habe im Training deshalb Federn gelassen. Sehr übersichtlich sei es gewesen. Allerdings habe Schratz sensationell gute Arbeit geleistet und mit dazu beigetragen, dass der Saisonhöhepunkt so gut gelaufen sei. Der heuer siebte Platz in der Bundesligarunde sei ad acta gelegt. Fontaine ist sicher: „Wir haben unseren Spaß wiedergefunden, und genau das war auch das Ziel.“