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11. November 2012

Reiten: Totilas tanzt nicht durch die Festhalle

 Von Katja Sturm
Matthias Rath will trotz Genesung nichts überstürzen und verzichtet auf das Festhallenturnier.  Foto: dpa

Wunderpferd Totilas und Dressureiter Matthias Rath werden in diesem Jahr nicht mehr an den Start gehen. Betroffen davon ist auch das Frankfurter Festhallenturnier.

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Wunderpferd Totilas und Dressureiter Matthias Rath werden in diesem Jahr nicht mehr an den Start gehen. Betroffen davon ist auch das Frankfurter Festhallenturnier.

Dressurreiter Matthias Rath hat seinen Start mit Totilas beim Frankfurter Festhallenturnier Mitte Dezember definitiv ausgeschlossen. Zwar zeigte sich der Kronberger, der wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers die Olympiateilnahme im Sommer hatte absagen müssen, beim Sportpresseball in der Alten Oper bestens erholt und betonte, er sei wieder bei vollen Kräften. Dennoch möchte der 28-Jährige erst 2013 wieder in den Turniersport zurückkehren. Wann und wo genau, stehe noch nicht fest, erklärte Rath. Das hänge auch von den Fortschritten ab, die er bei seinem neuen Trainer, dem ehemaligen niederländischen Nationalcoach Sjef Janssen, erzielt.

Seit einigen Wochen arbeiten die beiden zusammen. Eine frühere Betreuung des Deutschen durch den Ehemann von Olympiasiegerin Anky van Grunsven hatte Janssens damaliger Arbeitgeber, der holländische Verband, zu Jahresbeginn verboten. Jetzt jedoch lenkt Rath regelmäßig einen Transporter mit Totilas und zwei weiteren Hengsten Richtung Nachbarland, um dort jeweils mehrere Tage unter der Anleitung des ob seiner Methoden umstrittenen Coachs zu üben. „Es läuft gut“, bestätigte Rath und meinte damit auch die menschliche Komponente. Die müsse ebenfalls stimmen, „und das weiß man vorher nicht“.

Vier Monate Zeit

Stiefmutter Ann Kathrin Linsenhoff bedauert das Fehlen des Lokalmatadoren in der Festhalle. Zumal das Turnier, das ihre Familie einst aus der Taufe hob, nach dem Veranstalterwechsel von Escon Marketing zu Totilas-Mitbesitzer Paul Schockemöhle vor neuen Herausforderungen steht. Doch die erfahrene Pferdesportlerin, die auf Vorwürfe der Tierschutzorganisation Peta im Fall Totilas nicht eingehen wollte, hat Verständnis dafür, dass Rath sich vier Monate Zeit nehmen will, um das neu Erlernte zu festigen.

Trotz Entzugs des Weltcup-Status und des Verzichts auf den Weltcup der Jungen Reiter soll Frankfurt attraktiv bleiben für die Dressurelite: einerseits durch eine mit 85.000 Euro dotierte klassische Tour mit Grand Prix, Spécial und Kür, aber auch durch die Hinzunahme einer Talentschau der besten acht- bis zehnjährigen Pferde. Auf die Springreiter warten acht internationale Prüfungen, darunter vier, bei denen es Weltcup-Punkte gibt. Dazu gehört der Große Preis, bei dem dem Sieger neben 100 Zählern ein beträchtlicher Anteil an der Gesamtprämie von 86.000 Euro winkt.

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