Mainz. Die Chess Classic Mainz finden 2010 nur in abgespeckter Version statt. Nachdem lokale Sponsoren abgesprungen sind, hat Organisator Hans-Walter Schmitt den weltweit größten Schnellschach-Wettbewerb von einer Woche auf drei Tage reduziert. "Anders war es aufgrund der 10000 Euro Tagesmiete in der Rheingoldhalle nicht zu bewerkstelligen", sagt Schmitt.
Geopfert werden bei der 17. Auflage vom 6. bis 8. August die innovativen Chess960-Turniere, bei denen die Grundstellungen der Figuren ausgelost werden. Nur Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk (Russland) wird zum Auftakt ein Chess960-Simultan gegen 20 Gegner gleichzeitig geben. Zudem spielt Weltmeister Viswanathan Anand im normalen Schach an 40 Brettern gegen Amateure. Der Inder soll auch als Zugpferd für das Open-Turnier am Samstag und Sonntag dienen. In elf Runden geht es um den WM-Titel und 30000 Euro Preisgeld. Weil außer den beiden Topstars weitere Weltklasse-Großmeister Interesse signalisierten, glaubt Schmitt, dass wieder mehr als 700 Spieler antreten. (ham)