Darmstadt gilt als klassische Universitätsstadt, wo sich Studenten und Professoren in den Hörsälen der Technischen Universität um Fortschritte in Wissenschaft und Forschung mühen. Wer viel lehrt und lernt, der braucht auch viel Bewegung. Kein Wunder also, dass Darmstadt auch eine äußerst rührige Läuferszene vorzuweisen hat.
Seit Jahren ist hier einer der größten Lauftreffs Deutschlands beheimatet. Hunderte Hobbyläufer joggen an den Wochenenden, meist bei schönem Wetter, durch die vielen grünen Parks der Stadt. Im Jahr 2008 wurde schließlich der Darmstadt-Marathon ins Leben gerufen.
Am 5. September wird er zum dritten Mal ausgetragen. Die heiße Vorbereitungsphase wurde am Dienstag mit der Eröffnungspressekonferenz offiziell eingeläutet. Bis zum Meldeschluss am 22. August erhofft sich Organisationschef Wilfried Raatz, dass sich noch viele Spätentschlossene für einen Start entscheiden. 2500 Teilnehmer sähen die Organisatoren schon gerne auf die Strecke gehen.
Peacemaker machen das Tempo
Für ambitionierte Läufer stehen auf der Halb- und der Marathonstrecke „Pacemaker“ zur Verfügung, die eine Zielzeit von etwa zwei Stunden ermöglichen sollen. Für die echten Hobby-Langstreckler sind Vorausläufer engagiert worden, die eine Zeit von vier bis viereinhalb Stunden anpeilen. Teilnehmen kann Jedermann: „Mitmachen kann natürlich jeder. Aber in den Teilnahmebedingungen haben wir die Notwendigkeit eines Gesundheitschecks ebenso herausgestellt wie ein ausreichendes Training“, mahnte Raatz, der als langjähriger Trainer beim ASC Darmstadt weiß, wovon er spricht.
Die meisten Läufer kommen aus Deutschland. Unter den internationalen Athleten haben diejenigen aus USA die weiteste Anreise hinter sich. Neben Vorjahressieger Rene Strosny ist in Ironman Frank Vytrisal auch ein prominenter Ausdauersportler vertreten.
Die angebotenen Wettkämpfe sind auch in diesem Jahr wieder vielfältig und für alle Altersklassen ausgelegt. Selbst für die Bambinis gibt es einen Mini-Lauf. Neben dem Marathon gibt es noch die Möglichkeiten die halbe Distanz, sowie in einer Staffel zu laufen. Neu im Programm in diesem Jahr ist die Achter-Teamstaffel um die zweite Streckenhälfte zu beleben und den Zuschauern mehr Attraktivität zu bieten.
Die Mitglieder eines Teams laufen Strecken von 4,2 bis 7,0 km. Ziel ist es, Laufanfänger und Gelegenheitsläufer zum Mitlaufen zu animieren. Raatz hofft zudem am Veranstaltungswochenende (4./5. September) auf gutes Wetter als Grundlage für ein gelungenes Sportevent. (prd)