Die Schwimmer der SG Frankfurt haben das hessische Duell um die Silbermedaille bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft für sich entschieden. Nach dem Endkampf in Dortmund wiesen sie mit 45671 mehr Punkte auf als die Konkurrenz vom SC Wiesbaden (45579). „Es war ein heißer Kampf“, erzählte SG-Sportdirektor Michael Ulmer, dessen Team nach den Vorkämpfen noch Dritter gewesen war. Doch damals hatten die Frankfurter unter anderem auf Stefano Razeto verzichten müssen, der an Rückenproblemen laborierte. Diesmal konnte er aber mitschwimmen.
Sieger wurde die SG Essen, (46412) die auch bei den Frauen erneut nicht zu schlagen war (47646). Dort hatten die Frankfurterinnen die Meisterrunde knapp verpasst und belegten mit 42540 Punkten den achten Platz. Dagegen müssen die Wiesbadenerinnen als Zwölfte (38934) und Letzte des Klassements ebenso absteigen wie die SG Rheinhessen Mainz, die mit 42033 Punkten Elfte wurde. Bei den Männern schaffte Vorjahresaufsteiger DSW Darmstadt dagegen als Neunter (42664) den Klassenerhalt.
Das Thema Startblöcke, das nach den Vorkämpfen vor zwei Wochen in Essen und Hannover noch für Verärgerung gesorgt hatte, beeinflusste den Ablauf oder die Wertung der Wettbewerbe nicht weiter. So hatten die Frankfurter darauf verzichtet, dagegen zu protestieren, dass sie in Hannover von alten und die Konkurrenz in Essen von den schnellere Zeiten versprechenden neuen Startblöcken ins Becken gesprungen war.
„Wir wollten das lieber sportlich lösen“, erklärte Ulmer, der dennoch das Gespräch mit Tjark Schroeder, dem Vorsitzenden der Sparte Schwimmen beim Deutschen Schwimmverband (DSV), gesucht hatte. Der habe ihm zugesagt, dass das Problem im nächsten Jahr nicht mehr auftauchen werde. Zudem hatte der DSV-Disziplinarbeauftragte Manfred Dörrbecker erklärt, dass im Nachhinein ein solcher Einspruch nicht mehr zulässig sei. (kat)