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16. Februar 2013

Himmlischer Bildband: Wenn Wolken Geschichten erzählen

Was sich am Himmel alles entdecken lässt, wenn man nur genau hinschaut. Foto: riva Verlag/Megan L. Anderson

Ein schnuppernder Riese, ein bettelnder Welpe und Sherlock Holmes: Diese Zeitgenossen kann man kennenlernen, ohne weit zu reisen. Es reicht ein beherzter Blick in den Himmel. Wir zeigen kuriose Wolkenbilder, die ihre eigene Geschichte erzählen.

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Haben Sie keine Zeit und kein Geld für eine ausgedehnte Urlaubsreise? Das ist kein Problem, manchmal kann man sich eine kleine Auszeit ganz schnell und einfach holen: mit einem Blick gen Himmel. Die weißen Wölkchen erzählen oft Geschichten und lassen einen auf Reisen gehen – im Kopf, mitten im Alltag, überall. Der Bildband „Wolken, die aussehen wie Dinge“ (riva Verlag, 2013) hat die schönsten und kuriosesten Wolkenformationen gesammelt.

Wolkensammler aus aller Welt

Ob der Wolkengott das Betteln diese Welpen erhört und ein Leckerli bringt?
Ob der Wolkengott das Betteln diese Welpen erhört und ein Leckerli bringt?
Foto: riva Verlag/Phil Leyland

Gefunden und „eingefangen“ haben die Wolkenfotos übrigens Mitglieder des Vereins für Wolkenfreunde (Cloud Appreciation Society). Der wurde vom Buch-Herausgeber Gavion Pretor-Pinney gegründet und hat inzwischen immerhin 28.000 Mitglieder, die gerne Wolken beobachten und die Resultate mit anderen teilen – einzige Regel: Bildbearbeitung ist streng untersagt, schließlich geht es hier um das „echte“ Wolkenerlebnis.

Ein Hund, ein Hut, ein Hamlet

Wolkendeutung mit Anspruch: Hier versteckt sich Musketier Aramis.
Wolkendeutung mit Anspruch: Hier versteckt sich Musketier Aramis.
Foto: riva Verlag/Thomas J. Bethell

Ein bisschen Fantasie, Geduld und ein genaues Auge braucht es für den ungeübten Wolken-Checker, denn viele Objekte sind erst auf den zweiten oder dritten Blick zu erkennen. Tiermotive wie Fische und Hunde oder schlichte Objekte wie ein Ufo, ein Hut oder ein Herz lassen sich ziemlich leicht erblicken. Menschliche Szenen wie etwa ein wellenreitender Surfer, eine Gruppe Balletttänzer oder der schimpfende Nachbar sind da schon etwas schwerer zu finden. Die größte Herausforderung aber stellen Gesichter bekannter Persönlichkeiten dar – bis man Hamlet oder Hitchcock im weißen Wolkengemisch findet, muss man oft ganz schön lange knobeln.

Letztendlich macht oft auch die Interpretation die Musik. Sich einen Moment Zeit zu nehmen und gewissenhaft und neugierig den Himmel zu beobachten ist aber sicher kein schlechter Ratschlag für uns durch den Tag eilende, häufig gestresste Alltagsmenschen. Insofern gibt das Buch neben seinem Schauwert auch einen kleinen Anstoß, einfach mal im Augenblick zu leben und der Imagination freien Lauf zu lassen. (iw)

Stecken Sie den Kopf in die Wolken – in unserer Bildergalerie.

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