Als Weltenbummler blogge ich bei „Travel on Toast“ über die Themen Reisen und Essen. Auf der Messe ITB in Berlin habe ich einige verlockende Ziele gefunden – ob in der Ferne, Europa oder Deutschland.
Die Berliner Messehallen sind riesig, weitverzweigt, stellenweise tropisch warm und immer wieder riecht es exotisch. In den ersten drei Tagen sind sie für die Fachbesucher geöffnet, am Wochenende dann auch für den Publikumsverkehr. 10.000 Aussteller aus 180 Ländern sind vor Ort, es herrscht ein großer Besucherandrang und einen Sprach-Wirrwarr.
Indische Gewürze und ayurvedische Massagen
In der Halle mit den Ständen zu Indien fühle ich mich gleich sehr wohl. Die Frauen tragen hübsche Saris und das Taj Mahal ist im Kleinformat zu sehen. An einem Stand ist ein ganzes Gewürzsortiment aufgebaut, das intensiv duftet. Ich lasse mir von „Mr. Rajesh“ eine ayurvedische Handmassage geben, die sehr entspannend wirkt. Das alles bestärkt mich nur: Nach Indien muss ich auf jeden Fall mal!
Grellgrüne Thai-Süßigkeiten
Der Japanstand ist mit einem blühenden Kirschbaum dekoriert. Und es gibt immer wieder Aktionen wie zum Beispiel die traditionelle Teezeremonie. Das macht Appetit und glücklicherweise stoße ich ganz in der Nähe auf Stände mit Essen aus Indonesien (in diesem Jahr das Partnerland), aus Thailand und Vietnam. Ich esse indonesisches Sate, leckere Fleischspieße mit Reis und Erdnusssoße. Am Thaistand bewundere ich grellgrüne Süßigkeiten, bin aber nach dem Mittagessen mehr als satt.
QiGong-Wanderung und Lama-Tour
Die Esslust regt sich erst wieder beim Urlaubsgebiet Tirol. Die Alpenregion lockt mich mit Knödeln, dem Pfannengericht Tiroler Gröstl und Kaiserschmarrn. Mmh... Skifahren wird natürlich ganz groß geschrieben. Oder wie wäre es mal mit einer QiGong-Wanderung, einer Nachtkutschfahrt, einer Husky- oder Lama-Tour?
Reisen wie zu Kaisers Zeiten
Direkt ins Jahr 1891 geht es mit dem luxuriösen Zug „Majestic Imperator“. Das Motto ist: Reisen wie zu Kaisers Zeiten. Von Wien aus startet der Zug, der den Originalplänen des Hofzuges der Habsburger nachempfunden ist. Die sechs Waggons mit ihren 150 Plätzen fahren Ziele wie Salzburg, München, Prag oder Budapest an. Die Passagiere können während der Fahrt die Landschaft bewundern und fürstlich speisen.
Pralinen in den deutschen Tropen
In Deutschland sind die Tropen manchmal nur wenige Kilometer entfernt. Die „Biosphäre Potsdam“ ist eines der größten Tropenhäuser Europas, es beherbergt rund 20.000 tropische Pflanzen und viele Tiere auf 7.000 Quadratmetern. Für mich als Süßschnabel besonders interessant ist der schokoladige Gewürzworkshop mit Pralinenwerkstatt.
Glücksstein vom fahrenden Ritter
Etwas weiter treffe ich Ritter Dietrich am Stand zur „Deutschen Märchenstraße“. Sie schlängelt sich von Hanau (Geburtsstadt der Gebrüder Grimm) hoch in den Norden nach Bremerhaven bzw. Buxtehude. Auf der Route mit ihren 600 Kilometern durch fünf Bundesländer finden sich etwa Schlösser und Burgen. Zum Abschied schenkt mir der fahrende Ritter einen rosafarbenen Glücksstein – ich kann den bunten Talisman für meine zukünftigen Reisen gut gebrauchen!
Zur Autorin: Anja Beckmann ist vor einigen Jahren auf Weltreise gegangen, durch Asien, Australien, Neuseeland und Lateinamerika. Seitdem ist sie immer wieder unterwegs und berichtet auf ihrem Blog www.travelontoast.de über die Themen Reisen und Essen.
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