kalaydo.de Anzeigen

Reise
Nachrichten und Service zu allen Fragen rund ums Reisen, Urlaub und Hotels sowie Reportagen und skurrile Geschichten aus aller Welt

29. November 2012

Lieder und Krachmacher: So schön ist Advent in Salzburg

Die traumhafte Winterkulisse in Salzburg lockt viele Adventsbesucher an.  Foto: dpa-tmn/Tourismus Salzburg

Feierliche Musik, Krampusgestalten und Weihnachtseier: Der Advent ist in Salzburg touristische Hochsaison. Gleich sieben Weihnachtsmärkte laden zum Besuch ein. Einer davon liegt im Hof der größten vollständig erhaltenen Burg Mitteleuropas.

Drucken per Mail

Unter Tag haben sich die Besucher durch die Gassen geschoben. Doch am Abend, wenn sie wieder in ihren Bussen sitzen, leert sich die Salzburger Altstadt. Jetzt macht der Bummel über die Weihnachtsmärkte richtig Spaß.

Vor der Kulisse seines barocken Doms inszeniert Salzburg jedes Jahr in der Adventszeit einen Christkindlmarkt, den Kenner als den schönsten in Österreich bezeichnen. Wenn alle Glocken der Stadt am ersten Adventswochenende die vorweihnachtliche Zeit einläuten, sind die Verkaufsstände schon zehn Tage geöffnet. Schon im Mittelalter sollen Händler hier Waren feilgeboten haben, im 17. Jahrhundert erwähnen Chroniken einen Nikolaimarkt. 1932 wurde der Markt aufgelöst und erst 1972 durch eine Privatinitiative im heutigen Stil wiederbelebt.

Das mittelalterliche historische Zentrum von Salzburg mit seinen engen Gassen und von Palästen gesäumten Plätzen vermittelt in der Vorweihnachtszeit eine ganz besondere Atmosphäre. „Die Adventzeit ist touristische Hochsaison“, sagt Maria Altendorfer von Salzburg Tourismus und rät pragmatisch, rechtzeitig Hotelzimmer zu buchen, wenn man nicht nur einen Tagesbesuch plant.

Weihnachtsglanz rund um das Weltkulturerbe

Der Christkindlmarkt findet vor dem barocken Dom statt.
Der Christkindlmarkt findet vor dem barocken Dom statt.
Foto: dpa-tmn/Tourismus Salzburg

Doch es gibt nicht nur den Christkindlmarkt vor dem Dom. Im Stadtgebiet von Salzburg öffnen in der Adventszeit sieben Weihnachtsmärkte ihre Pforten. In einem Gasthaus fragt der Tischnachbar: „Waren Sie schon da oben?“ Er meint die Festung Hohensalzberg. „Den Weihnachtsmarkt dort müssen Sie besuchen.“ Die niemals von Belagerern eingenommene mittelalterliche Burganlage in Zentrum ist das markante Wahrzeichen der Stadt.

Besucher erreichen die größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas – sie gehört wie die Altstadt zum Weltkulturerbe – über einen romantischen Weg oder bequem mit der Standseilbahn. Der kleine Weihnachtsmarkt im Burghof öffnet nur an den Adventswochenenden freitags bis sonntags zwischen 10.00 und 19.00 Uhr. Die geschmückten Verkaufshütten bieten originelle Geschenke und heimisches Kunsthandwerk. Ein Muss ist der Blick von einer der Terrassen über die Stadt.

Adventsmusik in der Mozartstadt

Der Dom und die vielen Kirchen zeigen die Verbundenheit der katholischen Bevölkerung mit dem Glauben. So stehen die Gotteshäuser in der Adventzeit im Mittelpunkt besinnlicher Stunden. Im Dom zelebriert der Erzbischof feierliche Messen mit Musik von Johann Michael Haydn und natürlich Wolfgang Amadeus Mozart, dem großen Sohn der Stadt. Ein paar Gehminuten entfernt liegt die Benediktiner-Erzabtei St. Peter mit ihrem Kloster.

Die Mozartstadt bietet in der Adventzeit ein großes Musikprogramm. Vor dem Domportal treten abends Trompeter auf, Chöre stimmen an vielen Stellen Weihnachtslieder an. Bedeutendste Veranstaltung ist das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus mit weihnachtlichen Volksliedern und szenischen Darbietungen.

Weihnachtseier und Krampusgestalten

Viele Geschäfte verkaufen in Salzburg Weihnachtseier.
Viele Geschäfte verkaufen in Salzburg Weihnachtseier.
Foto: dpa-tmn/Horst Heinz Grimm

Zentrale Einkaufsstraße von Salzburg ist die Getreidegasse mit ihren denkmalgeschützten mittelalterlichen Fassaden. Die Häuser haben fast alle Durchgänge zu den parallel verlaufenden Straßen mit romantischen Höfen. Wo einst Handwerker ihre Werkstätten hatten, bieten heute Edelboutiquen, Juweliere, Antiquitätenhändler und Souvenirshops ihre Waren an. Auch kleine Kaffeehäuser haben sich angesiedelt.

Irritierend sind die in verschiedenen Geschäften angebotenen Weihnachtseier – Glaskugeln in ovaler Form mit weihnachtlichen Verzierungen zum Aufhängen. „Das ist traditioneller Schmuck“, erklärt die Verkäuferin. „Es sind eher Souvenirs für Besucher aus Übersee und gar nicht traditionell“, widerspricht Maria Altendorfer. Typisches Salzburger Kunsthandwerk finde sich eher auf den Weihnachtsmärkten.

Die festliche Stimmung wird nur um den 5. Dezember von Krachmachern unterbrochen: Dann sorgen Krampusgestalten in den Gassen für viel Wirbel. Im alpenländischen Adventsbrauchtum ist die Figur des Krampus der böse Begleiter des heiligen Nikolaus, dargestellt mit hässlicher Fratze, Hörnern, Pferdefuß und zotteligem Fell. Manche Touristen bringen sich vor ihm in Richtung Dom in Sicherheit – dorthin, wo die weihnachtlichen Lieder erklingen.

Weitere Informationen: Tourismus Salzburg, Auerspergstraße 6, A-5020 Salzburg, Tel.: 0043/662/88 98 70 (dpa)

Jetzt kommentieren

Ressort

Bilder und Berichte von den schönsten Urlaubszielen, Reisetipps für Ihre Traumreise


Reisewetter
Reisewetter
Anzeige
Videonachrichten Reise
Weblog

Hier wird das alte Frankfurt lebendig: Welche Ereignisse waren einst Stadtgespräch am Main? Zeitzeugenberichte und Hintergrundinformationen rund um die Frankfurter Stadtgeschichte.

Weblog

Er ist Ihr Mann in der FR-Redaktion: Bei Bronski zählt Ihre Meinung. Diskutieren Sie online mit.